Erfolgserlebnis zum Auftakt:

Bayernligist TSV Landsberg landet 1:0-Sieg gegen Regionalligist FC Augsburg II

Testspiel TSV Landsberg - FC Augsburg II
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David Anzenhofer (4) steigt nach einer Ecke zum Kopfball hoch, aber der Ball segelt über das Tor.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Landsberg - Als der Schiedsrichter die Partie gegen den FC Augsburg II gestern Abend anpfiff, war es genau 241 Tage her, dass die Mannschaft des TSV 1882 Landsberg bei einem Spiel auf dem Platz gestanden hatte. Die Freude über die Rückkehr zu einer eingeschränkten „Normalität“ war nicht nur den Spielern anzumerken, auch die Zuschauer genossen die milden Temperaturen und das Ausbleiben des angekündigten Unwetters. Der Sieg der Heimmannschaft rundete einen gelungenen Abend ab.

Mit Spannung wurde die Aufstellung erwartet und die las sich so: Witetschek - Nikolic, Hoffmann, Anzenhofer - Lutz, Hutterer, Gutia, Kollmann - Krautschneider, Fülla - Salemovic. Die Kapitänsbinde trug Rückkehrer David Anzenhofer. Das Trainergespann Salemovic und Hutterer hatte sich also für eine Dreierkette in der Abwehr entschieden, die allerdings zu einer Fünferkette wurde, wenn die Gäste Druck aufbauten.

Die Partie war von Beginn an intensiv und der TSV übernahm in der ersten Viertelstunde die Initiative. Die Mannschaft befindet sich erst seit wenigen Tagen im Training, aber dafür lief der Ball phasenweise ansehnlich durch die eigenen Reihen. Laute Kommandos schallten über den Platz, die Zuschauer durften quasi ein Live-Coaching der beiden spielenden Trainer erleben. Nach und nach konnten sich die Gäste allerdings vom Druck der Lechtstädter befreien und das Spiel war von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Chancen blieben hüben wie drüben Mangelware.

Nach der Pause kam der TSV frisch aus der Kabine und Fülla hatte nach einer feinen Flanke des agilen Krautschneider eine passable Kopfballchance (48.). In der 54. Minute agierten die Gäste in der Defensive etwas zu sorglos, Gutia eroberte das Leder, guckte den Torwart aus und versenkte die Kugel aus 18 Metern trocken ins untere linke Toreck. Gänzlich unverdient war die Führung nicht, die nun mit Mann und Maus verteidigt werden musste. Die Hausherren verbummelten einige Konter, weil sie zu hastig agierten oder den gut postierten Krautschneider auf dem linken Flügel übersahen. Der hochgelobte Neuzugang deutete sein Können in einigen Situationen an und führte die meisten Standardsituationen aus.

Es wurde munter durchgewechselt: Detmar ersetzte Salemovic im Sturm, Holdenrieder kam für Kollmann. In der 75. Minute stürmten die jungen Wilden um Gmell (20 Jahre), Niklas (19) und die Neuzugänge Bevanda (21) und Doqaj (21) den Rasen. David Anzenhofer organisierte lautstark die gesamte Defensivarbeit und mit vereinten Kräften brachte der TSV Landsberg das 1:0 gegen den Regionalligisten ins Ziel.

Beim derzeitigen Trainingsstand lassen sich keine tiefgründigen Schlüsse ziehen, aber die individuelle Klasse einiger Akteure war deutlich sichtbar. Das defensive Mittelfeld wurde von Hutterer meist zupackend organisiert und die Abwehrreihe verfügt über ebenso viel Qualität wie Erfahrung. Der etatmäßige Flügelspieler Andreas Fülla hingegen wird seine Rolle im zentralen Mittelfeld anders interpretieren müssen, und Neuverpflichtung Kollmann konnte sich auf der rechten Außenbahn nur selten durchsetzen. Der Sieg gegen Augsburg II hat allerdings in einer Hinsicht durchaus einen gewissen Wert: Die viel beschworene Aufbruchsstimmung hat nicht schon zum Auftakt einen Dämpfer erhalten.

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