Unter strengen Vorgaben

Steigen Landsbergs Bayernliga-Kicker wieder ins Training ein?

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Jetzt schon auf dem Rasen trainieren? „Nein, das käme für uns viel zu früh“, sagt Sven Kresin, Coach der Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg.

Landsberg – Seit Montag dürfen in Bayern, nach den Individualisten, nun auch wieder die Teamsportler eingeschränkt trainieren. Allerdings müssen die jeweiligen Kommunen die Sportanlagen freigeben. Der KREISBOTE zeigt am Beispiel des TSV 1882 Landsberg auf, wie das gehandhabt werden kann.

TSV-Sprecher Patrick Freutsmiedl berichtet, dass das Landratsamt Landsberg die generelle Genehmigung für die Öffnung der Trainingsplätze erteilt habe. Unter der Bedingung, dass jede Abteilung ein Konzept für den Trainingsbetrieb erarbeitet. „Bei den Fußballern übernehmen wir 1:1 die Maßgaben, die vom Bayerischen Fußball-Verband vorgegeben wurden“, so Freutsmiedl. Und das sind sie:

• Sportaususübung an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen

• Mindestabstand zwischen zwei Personen von mindestens 1,5 Metern einhalten

• Ausübung entweder alleine oder in kleinen Gruppen von bis zu maximal fünf Personen (inklusive Trainer/Betreuer)

• kontaktfrei trainieren

• Umkleiden nicht nutzen

• Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen konsequent einhalten, vor allem bei gemeinsam genutzten Sportgeräten

• Nassbereiche nicht nutzen; gesonderte WC-Anlagen dürfen geöffnet werden.

• Warteschlangen beim Zutritt zu Anlagen vermeiden.

• Gesellschafts- und Gemeinschaftsräume an den Sportstätte nicht nutzen; das Betreten der Gebäude ist nur zulässig, um das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen oder zurückzustellen

• Vulnerable Personen (Risikogruppen) durch den Trainingsbetrieb nicht gefährden

• keine Zuschauer.

Nun sind die jeweiligen Abteilungsleiter im Verein angehalten, für ihre Sportarten ein solches Konzept zu schreiben. Erst nachdem der Vorstand seine Zustimmung gegeben hat, kann die sportliche Betätigung im Vereinsumfeld erfolgen. „Bei Verstößen gegen die Maßgaben, würde der Trainingsbetrieb umgehend eingestellt“, versichert Freutsmiedl.

Zunächst einmal werden die Nachwuchssportler von den Lockerungen profitieren. Ob und wann die Senioren wieder ins Training einsteigen, steht derzeit noch in den Sternen. Am Beispiel der Abteilung Fußball werden die Probleme deutlich: Geplant ist eine Fortsetzung der Bayernliga Süd im September. Macht es dann Sinn, die Kicker jetzt wieder auf den Rasen zu schicken? Dazu TSV-Coach Sven Kresin: „Nein, für uns käme das viel zu früh, so lange kann ich die Spannung gar nicht hoch halten. Ich wünsche mir fünf bis sechs Wochen Vorbereitung, wenn die Liga denn wirklich Anfang September wieder starten sollte.“

Für die Nachwuchsteams dürfte es aber eine Erleichterung und Freude sein, endlich wieder die Teamkameraden zu sehen und mit den Trainern zu arbeiten. Da im Moment niemand mit Bestimmtheit sagen kann, welchen Verlauf die Pandemie nehmen wird, sollte jede sich bietende Gelegenheit genutzt werden, um, unter strenger Einhaltung aller Maßgaben, etwas Normalität in den Alltag zu bringen. Könnte also gut sein, dass schon in naher Zukunft wieder die fröhlichen Stimmen der Kinder und Jugendlichen rund um das Vereinsheim des TSV Landsberg zu hören sind.
Dietrich Limper

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