Mission Klassenerhalt abschließen

+
Sorgte in Landshut bereits in der zwölften Minute für die Landsberger Führung: Qendrim Beqiri.

Landsberg – Auch mit einem „ausgedünnten“ Kader lassen sich Spiele gewinnen – „wenn man 14 Spieler mit Qualität dabei hat, geht das“, resümierte Landsbergs Trainer Sven Kresin nach dem 2:1 seiner Truppe in Landshut.

Mit dem Abstieg sollte der TSV Landsberg damit in der Bayernliga eigentlich nichts mehr zu tun haben. „Wer auf Platz fünf steht, schaut natürlich erst einmal nicht nach ganz unten“, schätzt der Coach die für den Aufsteiger glänzende Tabellenlage ein. 16 Punkte Vorsprung hat man derzeit auf den ersten Relegationsplatz. 

In Richtung Krisenregion hat man dagegen den Gegner vom Wochenende geschossen. Dass die Niederbayern mit dem 2:1 noch gut bedient waren, war diesmal einhellige Meinung aller Beteiligten. Landshuts Trainer Heiko Plischke war derart bedient von der Vorstellung seiner Truppe, dass er kommentarlos das Stadion verließ. Kresin, der „keine sehr gute Landshuter Mannschaft“ gesehen hatte, durfte dagegen mit der Leistung seiner Akteure zufrieden sein. „Vor allem in den ersten 20 Minuten, als wir starkes Pressing gespielt haben, waren wir klar überlegen.“ 

Der Lohn dafür war das schnelle 1:0 durch Beqiri nach Hereingabe von Siegwart (12.); schon vier Minuten zuvor hatte Strohhofer mit einem gefährlichen Kopfball die Möglichkeit zur Führung gehabt. Auch der unglückliche Ausgleich durch einen abgefälschten Nachschuss (34.) warf den TSV nicht zurück. Nach Flanke von Neuhaus stellte Wochnik postwendend auf 2:1. 

Dass es bei dem knappen Ergebnis bis zum Schluss blieb, hatten die Gastgeber auch ihrem Torhüter Förster zu verdanken, an dem die Landsberger mehrfach scheiterten. Kresin: „In der ersten Halbzeit haben wir eine eins-gegen-eins-Situation gegen ihn, in der zweiten sogar drei, da hätten wir schon noch das eine oder andere Tor machen können.“ Die ausgelassenen Chancen rächten sich an diesem Tag aber nicht, zu selten konnte Landshut überhaupt Druck aufbauen. 

Für das Landsberger Trainergespann eine durchaus angenehme Erkenntnis. „Es war gut zu sehen, dass wir auch ohne einige Führungsspieler immer eine gute Chance haben, zu gewinnen.“ Dabei zeigte erneut auch Qendrim Beqiri im zentralen Mittelfeld vor Rainer Storhas eine gute Leistung. Kein Wunder, dass der Trainer und Verein das Gespräch bezüglich der Zukunft des 24-Jährigen suchen. „Natürlich haben wir großes Interesse, ihn zu behalten“, sagt Kresin. „Er ist in dieser Liga sicher einer der besten auf der '8er'-Position und ist bei uns jetzt auch noch torgefährlich geworden.“ 

"Ekliges Spiel" 

Während hinter den Kulissen auch die Vertragsgespräche mit anderen Spielern und dem Trainer selbst in die entscheidende Phase gehen, will man sportlich erst einmal die Mission Klassenerhalt abschließen. Am Samstag um 14 Uhr gastiert dabei mit Bad Kötzting ein Gegner im Hacker-Sportpark, der es dem TSV vermutlich nicht leicht machen wird. Zwar stehen die Oberpfälzer auf dem drittletzten Platz, aber genau das dürfte sie nach Kresins Einschätzung gefährlich machen. „Die kämpfen gegen den direkten Abstieg und müssen bei uns unbedingt etwas mitnehmen. Das wird ein ganz ekliges Spiel für uns werden.“

Christoph Kruse

Auch interessant

Meistgelesen

Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Weiter mit beiden Teams
Weiter mit beiden Teams

Kommentare