Penzinger beim Schlittenhunderennen:

In Booties zu EM-Bronze

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Eine Verletzung seiner Leithündin hinderte ihn beim Weg aufs Treppchen nicht: Jürgen Stolz fuhr mit seinen Siberian Huskies bei der EM in Inzell auf den dritten Platz.

Penzing – Dass er in seiner Sportart zu den Besten der Welt zählt, stellte Jürgen Stolz am vergangenen Wochenende bei der Europameisterschaft im Schlittenhunderennen wieder unter Beweis: In der Königsklasse fuhr der ehemalige Welt- und Europameister trotz Handicap auf den Bronzerang.

„Das Rennen war super“, freut sich der Penzinger über seinen dritten Platz unter den Topfahrern Europas. Die Bedingungen waren dabei nämlich alles andere als optimal: Seit September hatte sich Stolz auf die Europameisterschaft in Inzell vorbereitet und dabei vier Mal pro Woche seine Hunde gefordert – zeitgleich etwa zwölf, die seinen Schlitten ziehen. Eine Woche vor dem großen Auftritt dann der große Schock: Ausgerechnet seine Leithündin verletzte sich an der Pfote und ging somit geschwächt ins Rennen. Stolz reagierte auf die Verletzung und versah seine Leaderin mit sogenannten Booties, speziellen „Handschuhen“ für Hunde.

Zufriedener Dritter

In den verschiedenen Wettbewerbsklassen gingen in Inzell etwa 200 Teilnehmer an den Start. In der „Hundeklasse 8“, der Eliteklasse, bestand das Feld aus zwölf Gespannen – darunter auch der mitfavorisierte Jürgen Stolz. Er hatte in der Vorwoche bei der Deutschen Meisterschaft in Todtmoos (Baden-Württemberg) Gold knapp verpasst – lediglich Angelika Merkel musste sich der gebürtige Münchner geschlagen geben. Auch diesmal musste sich Stolz hinter der frisch gebackenen deutschen Meisterin einreihen, sie holte Silber.

Für den Penzinger, der inzwischen 22 Schlittenhunde besitzt, reichte es am Ende zum dritten Platz. Aufgrund der Verletzung seiner Hündin sieht er Bronze aber als „gewonnene Medaille“, nicht etwa als Enttäuschung wegen des verpassten Titels.

Das nächste Ziel hat Stolz bereits vor Augen, wenngleich es dort kein Edelmetall zu gewinnen gibt: Das Stage Race, das über sechs Tage und sechs Etappen ausgetragen wird. Mit seinen Hunden macht der Penzinger dann Mitte Februar Station in Nassau und der Region um Nürnberg. Eine Tagesetappe wird dann 22 Kilometer umfassen – ein Mammutprogramm für den Hunde-Profi und seine Siberian Huskies.

Marco Tobisch

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