Suche nach Gründen

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Geretsried wäre für die Riverkings, hier links Eric Mascall, durchaus zu bezwingen gewesen. Nach der 0:4-Pleite ist man beim HCL somit auf Fehlersuche.

Landsberg – Bei den Riverkings ist der Wurm drin: Auch gegen Geretsried kassierte man mit dem 0:4 (0:1, 0:1, 0:2) eine Niederlage. Damit hat der HCL von den letzten zehn Spielen nur zwei gewonnen, 2013 ist das Team noch komplett ohne Sieg. Über die Gründe rätselt man, allen voran der Kapitän.

„Ich kann es nicht erklären. Wir können die Fehler im Moment nicht abstellen“, sagt Markus Haschka. Genau diese individuellen Fehler waren auch Thema bei einer Aussprache in der Kabine nach der Pleite gegen die Riverrats. Eine Krisensitzung sei das nicht gewesen, so Haschka. „Wir streiten oder schreien nicht, sondern suchen nach Gründen.“ 

Blamabel: 0:4-Schlappe für den HC Landsberg

Fehlendes Scheibenglück will er als Ausrede allerdings auch nicht gelten lassen. „Da liegen unsere wahren Probleme nicht.“ Warum man gegen die Topteams aus Pfronten und Kempten gewinnen konnte und sich jetzt gegen vermeintlich schwächere Mannschaften so schwer tut, weiß man aber selbst nicht genau, zumal die Mannschaft fast in Bestbesetzung antrat. Zu sehen ist jedenfalls seit Wochen ein Missverhältnis: „Wir müssen zu viel Aufwand betreiben, um ein Tor zu schießen, da sind wir nicht gefährlich genug. Und hinten machen wir dann Fehler, laden zum Kontern ein und schenken die Gegentore zum Teil billig her.“ Mit Trainer Topi Dollhofer ist sich Haschka auch in einer anderen Einschätzung einig: „Wer das Training sieht, kann nicht glauben, was im Spiel auf dem Eis passiert.“ Im Moment wird in den Übungseinheiten Wert darauf gelegt, in kritischen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn spielerisch war auch Geretsried nicht unbedingt stärker und wäre in einer insgesamt schwachen Partie durchaus zu bezwingen gewesen. „Ins zweite und ins letzte Drittel sind wir besser gestartet“, so Markus Haschka, „aber da kommt dann einfach nichts zählbares dabei heraus.“ An mangelndem Einsatz liege das nicht: „Wir laufen und kämpfen ja, aber wir müssen die kleinen entscheidenden Fehler abstellen.“ Obwohl es im Moment alles andere als rund läuft, peilen die Riverkings weiterhin Platz vier in der Landesliga Süd/West an – auch, weil man das Glück hat, dass die Tabellennachbarn zuletzt ebenfalls Federn ließen. „Und wir spielen gegen unsere Konkurrenten alle noch.“ Los geht das schon am Freitag (20 Uhr) in Burgau. Die Schwaben haben nur noch drei Punkte Rückstand auf den HCL, „eine harte Nuss, aber das ist vielleicht auch ganz gut so“, meint der Kapitän, der den Mut nicht verliert. „Es gibt jetzt nur eines: hart arbeiten. Mit einem Erfolgserlebnis läuft es dann gleich wieder ganz anders.“

Christoph Kruse

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