Gegner auf der Erfolgswelle

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Die Landsberger – hier Kai Roth am Ball – griffen zwar an, brachten gegen Kaufbeuren/Neugablonz aber den Ball einfach nicht im Kasten unter.

Landsberg – Einfach zu viel nicht gepasst hat bei den Landsberger Handballern im Heimspiel gegen SG Kauf­beuren/Neugablonz. Am Ende musste die Mannschaft von Trainer Sofian Marrague eine knappe 29:31-Niederlage einstecken.

Die offensive Abwehr funktionierte nicht so verlässlich wie in der ersten Saisonhälfte und im Angriff ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Die vielen verletzten oder nur eingeschränkt einsetzbaren Spieler erfordern immer wieder Umstellungen, die offensichtlich nicht folgenlos bleiben können. Und mit der SG Kaufbeuren/Neugablonz hatte man einen Gegner zu Gast, der zur Zeit auf einer Erfolgswelle schwimmt, einiges an Euphorie mitbringt und von der ersten Minute an mit viel Energie und Einsatz auf dem Platz stand. Sie überzeugten weniger durch spielerische Brillanz, als durch nicht nachlassendes Engagement und Einsatzwille.

Problem mit der Chancenverwertung

Den Gastgebern gelang das erste Tor, aber noch in der ersten Minute hatte die SG das erste Mal die Landsberger Abwehr ausgehebelt. Ausgehend vom 2:2 (3.) begannen die Gäste dann sich einen Vorsprung zu arbeiten. Mit individueller Stärke und erfolgreichen Kreisanspielen zogen sie auf 3:7 (12.) weg. Landsberg mühte sich im Angriff, war aber entweder nicht so durchsetzungsfähig oder konnte seine Chancen nicht verwerten. Die gewohnten Trümpfe, Gegenstoß und Kreisanspiele stachen nicht so. Wobei auch Kreisläufer Alex Schwarz nur unter Schmerzen spielen konnte. So wuchs der Rückstand noch weiter 5:11 (18.). Erst nachdem Trainer Sofian Marrague auf eine defensivere 6:0 Abwehr umstellte gelang es den Lauf der Gäste langsam zu stoppen. Und mit dem 7. Feldspieler machten die Landsberger Angriffe mehr Druck.

In der 22. Minute hatte man sich wieder auf Schlagdistanz heran gearbeitet (10:12). Jetzt stachen auch die Außen und mit einem verwandelten Siebenmeter ging man erstmals in Führung (14:13/28.). Leider vertändelte man noch den Ball und das nutzte die SG clever zum 14:14 Pausenstand. Der Beginn der zweiten Hälfte verlief dann für die Landsberger etwas unglücklich. Ein Häufung von 2-Minuten-Strafen brachte die Landsberger wieder ins Hintertreffen, aber auch als man nur zu viert auf dem Feld stand, blieb man dran (16:18/35.) und konnte in der 39. Minute wieder in Führung gehen (19:18).

Aber die Gäste machten weiter ordentlich Druck auf die Landsberger Abwehr, setzten sich immer wieder durch und legten wieder vor (21:22/45.). Das Problem für die Gastgeber war weiterhin die Chancenverwertung. Man erarbeitete sich Bälle, spielte gut nach vorne, brachte den Ball aber einfach nicht im Kasten unter. So blieben die Landsberger zwar dran, (23:24/50.), aber der an sich mögliche Ausgleich oder die Führung gelang einfach nicht. Auch hinten war man dazu nicht stabil genug. Die Gäste zogen nochmal auf vier Tore weg (24:28/55.), die Landsberger gaben nicht auf, kämpften sich wieder heran (27:29/57.), aber zu einer echten Aufholjagd reichte es nicht mehr (29:31/60.).

„Die SG war für uns heute mit ihrer Leidenschaft und ihrem Feuer der erwartet schwere Gegner. Und uns fehlt seit einiger Zeit einfach die Stabilität in der Abwehr, die ja die Grundlage für unser schnelles Spiel nach vorne ist, so machen wir es uns selbst schwer. Da können wir so ein Spiel nicht gewinnen“, analysiert der Landsberger Trainer Sofian Marrague die Partie. „Und klar machen es die Ausfälle immer wieder schwer ordentlich zu arbeiten.“

„Schade, dass es heute nicht gelaufen ist“, kommentiert Abteilungsleiter Roland Neumeyer die Niederlage. „Aber die Mannschaft hat bisher insgesamt eine tolle Saison gespielt. Und jetzt ist auf jeden Fall klar, dass wir mit dem Aufstieg nichts zu tun haben.“

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