Ex-Bundesliga-Profi besucht seine neuen Teamkollegen

Neuzugang Sascha Mölders schon in Landsberg

Sascha Mölders mit Familie beim TSV Landsberg
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War am Samstag beim Spiel gegen die „kleinen Löwen“ bereits Gast im 3-C-Park: Neuzugang Sascha Mölders (Mitte), der den TSV Landsberg in die Regionalliga führen soll.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Landsberg – Am vergangenen Donnerstag hat er seinen Vertrag für die Bayernliga-Saison 2022/23 unerschrieben, Mittags stand’s bereits online auf www.kreisbote.de, am Freitag wurde der „Transfercoup“ des TSV Landsberg offiziell verkündet. Und am Samstag tauchte Ex-Löwe Sascha Mölders (37) schon an seiner neuen Wirkungsstätte auf. Zusammen mit Ehefrau Ivonne, den Söhnen Noah und Lio sowie Martin Weiderer, dem künftigen Co-Trainer des TSV, den er selbst ausgewählt und mit dem er beim schon TSV Mering zusammengearbeitet hat, sah sich der ehemalige Bundesliga-Spieler die Partie seines künftigen Vereins gegen 1860 München II (1:3) an.

„Bis zum Strafraum spielen sie ganz gut, aber vorne fehlt’s“, analysierte der Ex-Profi, der seine Gelbsperre für Regionalli­gist SG Sonnenhof-Großaspach, seinem aktuellen Club, zum Ausflug in den 3C-Sportpark nutzte. Der Mannschaft hatte sich Mölders bereits am Donnerstag Abend beim Training vorgestellt.

„Diese Verpflichung ist ein Ausrufezeichen“, sagt der aktuelle Coach Mike Hutterer (32), der in der neuen Saison gemeinsam mit dem Drittliga-Torschützenkönig der Saison 2020/21 – beide als gleichberechtigte Spielertrainer – den Aufstieg in die Regionalliga schaffen will/soll. Mölders: „Landsberg hat ein Konzept, das mir gefällt. Hier soll langfristig etwas entstehen. Dazu möchte ich gerne meinen Teil beitragen. Ich denke, dass ich mit meiner langjährigen Erfahrung, auch aus höheren Ligen, auch mit meinen 37 Jahren durchaus helfen kann“, sagt die selbsternannte „Wampe von Giesing“ (so steht‘s auf den T-Shirts aus seinem Online-­Shop).

Die für die vierte Liga notwendigen Umbau-Pläne des 3C-Sportparks – unter anderem mit Extra-Zugang für die Gäste-Fans neben der Haupttribüne – liegen nach Informationen des KREISBOTEN im übrigen bereits vor.

Mit der Verpflichtung des gebürtigen Esseners (frühere Vereine neben den Löwen unter anderem MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen, FSV Frankfurt und FC Augsburg) könnte auch eine „Wunsch-Schlagzeile“ aus dem KREISBOTEN vom 29. Dezember 2021 Realität werden. „Sascha Mölders schießt Landsberg in die Regionalliga“, hieß es da. Dazu der Text, der exakt vier Monte später schon genau so Realität geworden ist: „Ex-Löwen-­Kapitän Sascha Mölders wechselt zum TSV Landsberg und wird der lange gesuchte ,Knipser‘ im Sturm.“ Und der optimistische Ausblick: „Dank seiner Tore gelingt den Lechstädtern der Aufstieg in die Regionalliga.“ Der Artikel versehen mit einer Foto-Montage: Mölders im Landsberger Dress.

Auf den Aufstieg hofft auch der Hauptsponsor der Kreisstädter, die „3C-Carbon Group“, die „eine erhebliche zusätzliche Summe“ zur Verfügung stellte und so die hochkarätigste Verstärkung in der Landsberger Geschichte erst möglich machte – um den TSV „auf seinem eingeschlagenen Weg weiter zu bringen und noch einmal deutlich zu verstärken“, erklärt 3C-Chef Karsten Jerschke.

Mölders-Effekt

Mit Mölders, dem ehemaligen Bundesliga-Stürmer (103 Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse), der von 2011 bis 2016 für den FC Augsburg (92 Spiele, 18 Tore), anschließend bis Ende 2021 für 1860 München (194 Spiele, 94 Tore) auflief und ligaübergreifend insgesamt 528 Spiele mit 222 Toren und 67 Vorlagen bestritt, hofft man beim TSV Landsberg neben dem sportlichen Erfolg auch auf einen „Mölders-Effekt“ neben dem Platz. Sprich: Auf mehr Zuschauer, die den ehemaligen Bundesliga-Star, der in Mering bei Augsburg wohnt, im Landsberger Dress spielen (und treffen) sehen wollen. Und natürlich auch auf eine Steigerung der medialen Präsenz und Aufmerksamkeit.

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