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Kurios: Ein Spiel, zwei Siege für den TSV Landsberg

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Von: Thomas Ernstberger

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Dennis Hoffmann - TSV Landsberg
Da kommen gleich drei Hallbergmooser zu spät: Landsbergs Dennis Hoffmann (am Ball) tankt sich kraftvoll durch. © Ernstberger

Landsberg – EIN Spiel und gleich ZWEI Siege in zwei verschiedenen Wettbewerben. Das gibt’s nicht alle Tage… Der Samstag war so ein Tag und der TSV Landsberg hat dieses seltene Kunststück geschafft. Die Truppe um Spielertrainer Mike Hutterer gewann 2:1 gegen Kellerkind VfB Hallbergmoos-Goldbach und feierte im fünften Bayernliga-Spiel nach der Winter­pause den zweiten Sieg. Damit bleiben die Lechstädter in diesem Jahr weiter ohne Niederlage. Das kann sich sehen lassen.

Aber damit noch lange nicht genug: Die Lechstädter haben sich auch für die dritte Qualirunde im bayerischen Toto-Pokal qualifiziert, die Mitte Juli ausgespielt wird. Da ein Sieg – und Landsberg steht in der ersten Pokalrunde. Ein neues Spiel-Modell des BFV, das den Vereinen zusätzliche Spiel-Belastungen und Englische Wochen ersparen soll – macht’s möglich: Die Bayernliga-Partie wurde gleichzeitig als erste Pokal-Quali-Runde gewertet. „Das war auch für mich etwas ganz Neues“, sagte Hutterer.

Gut, dass die „Remis-Könige“ aus Landsberg dieses Mal einen Sieg einfuhren. Bei einem Unentschieden hätte es nämlich noch ein Elfmeterschießen gegeben – und damit die nächste Kuriosität: Keinen Sieger in der Bayernliga, aber einen Gewinner im Pokal. Alles in einem Spiel, wohlgemerkt.

Zurück zum Geschehen auf dem Platz. Landsberg festigte durch das gerade in den letzten 20 Minuten alles andere als souverän heimgespielte 2:1 den 5. Tabellenplatz. Gleichzeitig beendeten die Gastgeber eine imponierende Serie der Mannschaft aus der Ringerhochburg Hallbergmoos. Der VfB war nämlich in seinen bisherigen sieben Rückrunden-Spielen unter der Regie von Neu-Spielertrainer Matthias Strohmaier ohne Niederlage geblieben und hatte erst zwei Gegentore kassiert. So gesehen war es mehr als verständlich, dass Hutterer den abstiegsgefährdeten Gästen nach dem hart erkämpften Sieg Respekt zollte: „Das war heute definitiv keine Laufkundschaft und auf alle Fälle ein verdienter Sieg für uns.“

Vor 260 Zuschauern sah’s zunächst nach einer klaren Sache für die Landsberger aus. Kevin Gutia brachte den TSV mit seinem sechsten Saisontreffer früh in Führung (17. Minute). „Du Torjäger“, war aus der Jubel-­Traube zu hören. Die Freude währte aber nicht lange, denn Hallbergmoos glich per Freistoß ins Torwarteck durch Andreas Kostorz aus (33.). Nach einer schönen Kombination über Hutterer und Gutia sorgte Steffen Krautschneider, auf dem offiziellen Spielberichtsbogen nach wie vor fälschlicherweise als TSV-Kapitän aufgeführt, noch vor der Pause mit einem Schuss ins lange Eck für das 2:1 (38.).

In Halbzeit zwei drängte Hallbergmoos inklusive des in den Schlussminuten stürmenden Torwarts Ferdinand Kozel alles, um noch einen Punkt aus dem 3C-Sportpark mitzunehmen, doch die Bemühungen waren zu harmlos, passten zum mausgrauen VfB-Trikot. Hutterer: „Wir haben keinen einzigen Torschuss zugelassen. Es war kein schönes und kein souveräner Sieg, aber wir haben’s nach Hause geschaukelt. Nur das zählt.“ Damit waren auch die Voraussetzungen für einen gelungenen Mannschafts-Abend geschaffen…

Auf den TSV Landsberg wartet jetzt eine „Englische Woche“: Am Samstag (14 Uhr) geht’s zu Kellerkind TSV 1865 Dachau, dem Club um Fabian Lamotte, den 39-jährigen Spielertrainer und Ex-Profi von 1860 München. Hutterer: „Dachau hat gute Einzelspieler wie Daniel Leugner. Die müssen, wir wollen gewinnen.“ Am folgenden Mittwoch gastiert Schlusslicht TSV Schwab­münchen um 18.30 Uhr zum Nachhol-Derby im 3C-Sportpark und am Samstag, 2. April (14 Uhr), kommt Tabellenführer SpVgg Hankofen-­Hailing nach Landsberg. Mike Hutterer erwartet ein echtes Spitzenspiel.

So spielte der TSV Landsberg gegen Hallbergmoos: Witetschek; Hoffmann, Schmeiser, Benede, Lutz; Hutterer, Holdenrieder (ab 77. Wollens); Date (ab 81. Georgiou), Gutia (ab 82. Nikolic), Krautschneider; Dobruna (ab 61. Kollmann).

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