TSV Landsberg weiter in der Bayernliga?

Saisonabbruch für den Liga-Verbleib

Jürgen Meissner - TSV Landsberg
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Neuer sportlicher TSV-Leiter: Jürgen Meissner.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Landsberg – Gespannt haben die Verantwortlichen des TSV 1882 Landsberg am Montag nach Berlin geschaut. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten rangen bis spät in die Nacht um die Corona-Regelungen für die kommenden Wochen. Ergebnis: Der Lockdown wird bis zum 18. April verlängert. Das bedeutet, dass auch der Amateursport vorerst nicht in den Genuss von Lockerungen kommt. Ein Abbruch der Bayernliga-Saison wird damit immer wahrscheinlicher. Was bedeutet das für die Fußballer des TSV Landsberg?

Derzeit steht die 1. Mannschaft auf dem 16. Platz der Bayernliga Süd und müsste den rettenden Rang 13 erreichen, um die Relegation zu vermeiden. „Wenn die Saison abgebrochen wird, gibt es auch keine Relegationsspiele. Deshalb könnte die erste Mannschaft in der neuen Saison 2021/2022 wieder in der Bayernliga Süd antreten.

Würden die restlichen Spiele doch noch im Hauruck-Verfah­ren bis 30. Juni ausgespielt, müssten wir um den Klassener­halt kämpfen“, erklärt Abteilungsleiter Sebastian Gilg die aktuelle Situation im Gespräch mit dem KREISBOTEN.

Würde der Bayernligist des TSV Landsberg von einem Abbruch profitieren, gilt das hingegen nicht für die 2. Mannschaft der Lechstädter: Sie würde als Vorletzter der Tabelle aus der Kreisklasse 4 absteigen.

„Der Bayerische Fußball-Verband hat seinerzeit versprochen, dass jeder Verein vier Wochen Vorbereitung vor einem Re-Start der Liga haben wird. Wenn wir also nach dem 18. April trainieren dürften, könnte die Liga frühestens Mitte Mai wieder starten. Ich halte das utopisch“, legt sich Sebastian Gilg fest.

Neue Struktur an der Spitze

Sollten die restlichen Spiele der Saison doch noch irgendwie ausgetragen werden, würde TSV-Coach Eddy Weiler weiterhin an der Linie stehen. Unterstützt wird er dabei vom neuen spielenden Co-Trainer Muri Salemovic, der seinen Posten als sportlicher Leiter aufgibt. „Wir möchten eine klare Trennung zwischen Funktionären und Spielern schaffen“, erklärt Sebastian Gilg. „Auch ich werde nur noch im größten Notfall für die erste Mannschaft auflaufen. Meine Spielerkarriere ist beendet.“

Als sportlicher Leiter wird in Zukunft Jürgen Meissner fungieren und für die Kaderplanung verantwortlich sein. „Muri und Jürgen haben in der Vergangenheit schon eng zusammengearbeitet. Jürgen wird diese Aufgabe nun komplett übernehmen und eigenverantwortlich tätig sein“, schildert Gilg die neue Aufgabenverteilung. „Coach Eddy Weiler wird bis zum Saisonende von Muri in der Trainingsarbeit unterstützt.“

Wer in der neuen Spielzeit Trainer der ersten TSV-Mannschaft sein wird, ist derzeit noch ungewiss, aber man sei mit allen Beteiligten in guten Gesprächen, versichert Sebastian Gilg. Das Personalkarussell abseits des Platzes dreht sich also munter weiter beim TSV Landsberg.

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