Es kann auch eine Liga höher sein

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Ein Mann, ein Wort: Hauptsponsor Christian Becker (Überkinger) sagt HCL-Marketing-Referent Frank Kurz (links) sowie den Riverkinger auf der Abschlussfeier im Sportzentrum sein Engagement für die nächste Saison zu.

Landsberg – Eishockeytechnisch gesehen, ist ab sofort Sommer. Mit einer durchaus emotionalen Abschlussfeier im Sportzentrum verabschiedete sich die 1. Mannschaft des HC Landsberg von ihren Fans in die rund sechsmonatige Pause. Eine gute Nachricht für kommende Saison gab es schon jetzt: Noch während der Veranstaltung verlängerte HCL-Hauptsponsor Christian Becker (Überkinger) aus Landsberg sein Engagement per Handschlag um ein weiteres Jahr.

Beim Fußball-Bundesligisten FC Augsburg sei sein Unternehmen seit drei Jahren als Sponsor dabei, „und auch die steigen nicht ab, wie man sieht“, meinte Becker mit einem Schmunzeln. „Wir bleiben beim HCL auf jeden Fall bei der Stange und unterstützen ihn auch in der nächsten Saison, egal, was passiert.“ Für die Zukunft kann sich Becker auch Größeres vorstellen. „Es kann vielleicht auch eine Liga höher sein. Wenn nicht gleich, dann eben ein Jahr später.“

"Absoluter Wahnsinn"

An die Oberliga denkt bei den Verantwortlichen des HCL im Moment allerdings sicher niemand. Beim Saisonabschluss herrschte bei Funktionären und Fans die Freude darüber vor, wie souverän im Aufstiegsjahr die Klasse in der Bayernliga nicht nur gehalten wurde. Das ehrenhafte Play-off-Ausscheiden vor Rekordkulisse und die starken Leistungen über die Saison sorgten für viel Lob. „Absoluter Wahnsinn, ihr habt die Erwartungen weit übertroffen, mit so einem Erfolg hätte niemand gerechnet“, zollte Vorsitzender Markus Haschka den Spielern und Trainer Andreas Zeck mit seinem „Co“ Michael Falkenberger Respekt.

Zeck selbst bedankte sich beim „gesamten Team, ohne das so ein Verein gar nicht funktionieren kann.“ Für seine persönliche Zukunft wollte sich der Coach an diesem Abend noch nicht in die Karten schauen lassen. „Wir werden sehen, wie's weitergeht. Das erste Jahr in der Bayernliga ist jedenfalls sicher das einfachste, jetzt wird es schwieriger.“

Auch bei der traditionellen Trikotversteigerung blieben Emotionen nicht aus. Mehrere stolze Väter sorgten dafür, dass das Dress des Juniors aus der ersten Saison bei den Senioren in der Familie blieb. Die Nummer 55 (Markus Kerber) ging dann nicht nur zum Minimalgebot von 30 Euro weg, nachdem ein Bub zwar Interesse be- kundet hatte, allerdings vermerkte, dass er „nur 2 Euro Taschengeld“ zur Verfügung habe. Kerber selbst zahlte aus eigener Tasche die restlichen 28 Euro in die Kasse. Insgesamt brachte die Versteigerung rund 1860 Euro ein.

Gäbelein geht

Kein neues Trikot für das kommende Jahr muss der Verein für Sven Gäbelein ordern. Der 22-Jährige geht zum Studium in seine Geburtsstadt Nürnberg und verlässt den HCL. „Das ist eine super Truppe in Landsberg. Ich habe überlegt, ob ich nicht doch hier weiterspielen kann. Aber dreimal pro Woche zum Training und dann auch noch zu den Spielen zu fahren, ist einfach nicht machbar“, so der Angreifer gegenüber dem KREISBOTEN. Ein Wiedersehen mit den hiesigen Fans wird es voraussichtlich dennoch geben, Gäbelein wird wohl bei einem der Bayernliga-Konkurrenten, Nürnberg oder Höchstadt, unterschreiben. „Ich kann mich ja dann gegen den HCL ein bisschen zusammenreißen.“

Chistoph Kruse

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