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Landsberg stellt die Weichen Richtung Regionalliga

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Von: Thomas Ernstberger

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Sascha Mölders - TSV Landsberg
Den Ball und den Aufstieg in die Regionalliga fest im Visier: Landsbergs Spielertrainer und Torjäger Sascha Mölders. © Ernstberger

Landsberg – Das große Ziel der Bayernliga-Fußballer des TSV Landsberg (und Haupt­sponsor 3C) ist klar: Die Kreisstädter wollen erstmals in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga, die vierthöchste deutsche Spielklasse. Für dieses Ziel wurde vor der Saison mit Sascha Mölders (37) sogar ein ehemaliger Bundesliga-­Stürmer (aktuell 19 Saisontore) als Spielertrainer in die Kreisstadt geholt. Und jetzt stehen unter anderem auch noch Veränderungen im Spielbetrieb an.

Zwar ist der direkte Aufstieg (den schafft man nur als Meister) aktuell bei einem Neun-Punkte-­Rückstand auf Tabellenführer SV Schalding-Heining nur schwer vorstellbar, doch Platz 2 und die damit verbundenen Aufstiegs-­Relegationsspiele sind für den TSV Landsberg allemal noch drin.

Ob’s am Ende der aktuellen Spielzeit klappt oder nicht: Die Weichen für die Regionalliga werden in Landsberg längst gestellt. So wären im Sportpark bauliche Veränderungen wie getrennte Zugänge für Heim-und Gästefans nötig. Entsprechende Umbaupläne liegen längst in der Schublade, eine Arbeitsgruppe, die die Vorgaben des BFV umsetzen soll, ist bereits gebildet.

Zudem ist geplant, den Spielbetrieb der ersten Mannschaft mittels einer GmbH & Co KG aus dem Verein auszugliedern. Klingt spektakulär, ist aber mittlerweile im höherklassigen Fußball Gang und Gäbe. Von den 54 Clubs, die aktuell in den drei deutschen Profi-Fußball-Ligen spielen, haben 35 die Lizenzspieler-Abteilung ausgegliedert. Interessant auch: Mit dem SC Freiburg, Mainz 05, Union Berlin und Schalke 04 spielen nur noch vier Clubs als „eingetragener Verein“ (e.V.) in der Bundesliga. Auch der FC Bayern München spielte zu Franz Becken­bauers Zeiten mal als e.V. in der Bundesliga, seit 2001 ist die Profi-­Mannschaft des deutschen Rekordmeisters in eine Aktiengesellschaft (AG) ausgegliedert.

Für die Zuschauer, beziehungs­weise die ganz normalen Anhänger, ändert eine Ausgliederung der Ersten in Landsberg nichts. Auf dem Spielfeld steht nach wie vor der TSV Landsberg. Auch, um nur ein Beispiel zu nennen, beim TSV 1860 München, unterscheidet kein Fan zwischen e.V. und KGaA. Da geht’s einzig und allein um „seine“ Löwen.

Gute Erfahrungen

Intern allerdings ändert eine Ausgliederung einiges. Der wichtigste Punkt ist eine „Absicherung“: Von einer Insolvenz der GmbH wären die anderen Mannschaften des Vereins, also die Jugendteams oder die Zweite, nicht betroffen, könnten den Spielbetrieb fortsetzen. Einen weiteren Vorteil erklärt Jürgen Meissner, der sportliche Leiter des TSV Landsberg: „Ich kenne das Modell aus Pipinsried, da hatten wir auch eine GmbH. Für mich wird das Arbeiten ein bisschen einfacher, da ich mir nicht mehr immer alles vom Hauptverein abnicken lassen muss.“

Der neuen GmbH steht ein Geschäftsführer vor – da spricht einiges für Vorstandsmitglied und Rechtsanwalt Patrick Freutsmiedl. Zur Gesellschaftsgründung sind 25.000 Euro Stammkapital nötig.

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