Challenge Davos:

Keine Lust auf Gewitter-Triathlon

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Vor dem Triathlon in Davos (Foto) war Claudia Bregulla-Linke noch zuversichtlich, doch das schlechte Wetter sorgte letztlich für einen Rennabbruch.

Uttinger – Schlimmer geht‘s fast nicht: Da trainierst du in Zeiten von Corona mehr oder weniger ins Blaue, sehnst dich nach dem Re-Start der Saison und dann fällt der erste bedeutende Wettkampf gleich ins Wasser. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Uttinger Triathletin Claudia Bregulla-­Linke ist das jetzt widerfahren – bei der Challenge Davos.

Das Scharren mit den Hufen bei den Eidgenossen nahm witterungsbedingt frühzeitig ein enttäuschendes Ende. Wofür das erlesene Teilnehmerfeld, unter anderem mit Hawaii-Sieger Sebastian Kienle und Deutschlands Top-Langstrecklerin Laura Philipp, volles Verständnis hatte. Wer will schon bei einem Gewitter ins Wasser, aufs Rad und auf die Laufstrecke?

Der Wettkampf war im Vorfeld im Rahmen aller Covid 19-Maßnahmen sehr gut organisiert, berichtet Bregulla-­Linke. Die Triathletin des SC Riederau hatte einen der limitierten Plätze für die Mitteldistanz (1,9, 54 und 21 Kilometer) bekommen. Sie freute sich sehr auf den „ersten und einzigen Wettkampf in diesem Jahr“. Das konsequent durchgezogene Training sollte sich endlich lohnen. Trotz der widrigen Wettervorhersagen war die Uttingerin lange zuversichtlich. Immerhin hatte der Veranstalter die anspruchsvollen Radpassagen auf dem Flüela-­Pass durch neutralisierte Abfahrtsregelungen entschärft.

Doch die Wetterbedingungen entwickelten sich am Wettkampftag zunehmend dramatischer als erwartet. Nach dem Startschuss der Profis, der zeitgleich mit einem Blitz und Donnergrollen zusammenfiel, mussten auch die Frauen ins Wasser und wurden noch gestartet. Nach anfänglicher Freude kämpfte sich Claudia Bregulla-Linke mit einem „sehr mulmigen Gefühl“ durch peitschende Wellen, Wind und Regen. Sie war bereits auf der zweiten Runde, als sie durch blinkende Signale auf den Rennabbruch aufmerksam gemacht wurde. Ein Murenabgang auf dem Pass und das Gewitter hätten einen sicheren Verlauf des Rennens nicht mehr gewährleisten können. Das komplette Rennen wurde gestoppt.

Den enttäuschten Athleten blieb letztlich nur noch der durchnässte Abgang durch die Wechselzonen – teilweise mit Neoprenanzug auf dem Rad – und die Hoffnung auf eine bessere Saison 2021.

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