Abschied mit Herzschmerz

Floorball-Urgestein Julian Rüger wechselt in die Schweizer NLB

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Denkt, spricht und lebt Floorball: Rügers Abgang schmerzt Kauferings Floorballer nicht nur auf, sondern auch und vor allem neben dem Feld.

Kaufering – Seinen Platz in den Annalen der Red Hocks Kaufering hat er bereits sicher. Nachdem er alle fünf bisherigen Bundesliga-Saisons für die Red Hocks bestritten hat, verabschiedet sich Nationalverteidiger Julian Rüger aus Kaufering, um den Traum vieler deutscher Floorballer zu leben: Er wechselt in die NLB, die zweithöchste Liga der Schweiz, zu den Red Devils March-Höfe Altendorf – Zeit für ein Abschieds-Interview im KREISBOTEN.

Herr Rüger, was hat Sie bewogen, in die Schweiz zu wechseln?

Rüger: „Eigentlich wollte ich ja nach der Saison 2016/17 ein wenig kürzer treten. Nach der Berufung in die Nationalmannschaft und einer doch relativ guten Saison hat es mich einfach nochmal gereizt, mich weiterzuentwickeln. In der Schweiz ist das Niveau ja doch noch mal ein wenig höher, da ist jedes Training eine Herausforderung für mich. Das und die gute Jobaussicht sind im Prinzip die Gründe gewesen.“

Wie sind die ersten Eindrücke von Ihrem neuen Team?

Rüger: „Die sind sehr positiv. Schon bei meinen Probetrainings war es eine sehr familiäre Stimmung und das hat sich bis jetzt nur bestätigt.“

Wie fühlt es sich an, die Red Hocks zu verlassen? Sie waren einer der ersten Auswärtigen, die ins Kauferinger Trikot geschlüpft sind und sind binnen kürzester Zeit eine der spielerisch und menschlich prägendsten Größen geworden.

Rüger: „Die Zeit in Kaufering war schon grandios. Es ist mir auch wirklich schwer gefallen, von hier wegzugehen. Ich habe ja im Prinzip alles durchgemacht: Die ersten paar Saisons mit den ganzen alten Hasen, die letzten paar mit einem Altersdurchschnitt von gefühlt zirka zwölf Jahren. Witzig war es immer und der Spirit im Team ist immer geil gewesen.“

Welche Erlebnisse hier bleiben Ihnen am ehesten in Erinnerung?

Rüger: „Auf Anhieb fallen mir da zwei Sachen ein: Zum einen mein erstes Bundesligator, das gleichzeitig auch das erste Tor der Bundesligageschichte der Red Hocks war. Da hat das Sportzentrum gebebt. Das war schon ein geiles Gefühl. Das zweite Erlebnis war sicherlich das Final 4 in Döbeln, als wir Vizepokalsieger wurden und ich mir einen Platz im All- Star-Team ergattern konnte.“

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Wird man Sie mal wieder in einem Kauferinger Trikot sehen?

Rüger: „Es ist jetzt nicht so, dass ich sage, ich bin in einem Jahr wieder zurück. Ich werde jetzt erst mal in der Schweiz versuchen, Fuß zu fassen. Ich muss einfach sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Im Moment fühle ich mich hier sehr wohl, aber der Gedanke an ein Comeback mit dem Löwen auf der Brust klingt schon geil, ich sage mal nicht nie.“

Welchen Platz werden die Red Hocks deiner Einschätzung nach am Ende der Saison belegen?

Rüger: „Wie immer den sechsten Platz nach der Hauptrunde. In den Playoffs müssen die Teufel aus Wernigerode aber dieses Jahr dran glauben und am Ende steht Platz 3!“

Vielen Dank fürs Gespräch und alles Gute bei den Red Devils March-Höfe Altendorf!

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