Der Ball rollt wieder!

Viele neue Gesichter beim Trainingsauftakt des TSV Landsberg

1 von 8
Startschuss gefallen: Der TSV Landsberg ist wieder beim Training.
2 von 8
Startschuss gefallen: Der TSV Landsberg ist wieder beim Training.
3 von 8
Startschuss gefallen: Der TSV Landsberg ist wieder beim Training.
4 von 8
Startschuss gefallen: Der TSV Landsberg ist wieder beim Training.
5 von 8
Startschuss gefallen: Der TSV Landsberg ist wieder beim Training.
6 von 8
7 von 8
Der neue Trainer Edgar „Eddy“ Weiler
8 von 8
Der neue Trainer Edgar „Eddy“ Weiler

Landsberg – Während in den letzten Wochen und Monaten bei der Fußballabteilung des TSV Landsberg eher hinter den Kulissen gearbeitet wurde, bat der neue Coach die Spieler am vergangenen Montag zum Trainingsauftakt auf den grünen Rasen. Auf und neben dem Platz waren viele neue Gesichter zu sehen.

Abteilungsleiter Sebastian Gilg, Stellvertreter Reiner Drüssler und der Sportliche Leiter Muriz Salemovic haben den Kader gehörig umgekrempelt. Sieben neue Spieler wurden unter Vertrag genommen (siehe Infokasten). Der neue Trainer Edgar „Eddy“ Weiler feiert heute seinen 31. Geburtstag und ist damit in einem guten Alter, um selbst noch als achter Neuzugang auf dem Platz zu stehen. „Eigentlich möchte ich lieber hinter der Linie sein und coachen“, sagt Weiler, „aber wenn Not am Mann ist, kann ich in der Abwehr einspringen. Als Spielertrainer hat man aber den Kopf auf dem Platz nie wirklich frei und das möchte ich vermeiden.“

Bei angenehmen Temperaturen taucht die Abendsonne das Trainingsgelände in goldenes Licht. Und ebenso gülden sieht Abteilungsleiter Sebastian Gilg die Zukunft der Fußballer: „Es sind wirklich viele neue Spieler gekommen, aber genauso viele haben den Verein auch verlassen. Wenn nicht noch ganz besondere Dinge auf dem Transfermarkt passieren, ist die Kaderplanung abgeschlossen. Ich denke, wir haben wirklich eine außergewöhnlich starke Mannschaft zusammengestellt.“

Aber auch neben dem Platz wurde neues Personal installiert: Jürgen Meissner wird als Sportdirektor in der Führungsriege mitwirken und soll sich vor allem um Kaderplanung und Scouting kümmern. Er kommt ebenso vom FC Pipinsried wie Franziska Sigl, die Vermarktung und Präsentation bei den Fußballern in die Hände nehmen wird. Jürgen Meissner über die Zielsetzungen: „Ich bleibe bei meinen Einschätzungen immer auf dem Teppich. Wir müssen am Ende der Saison einfach über dem Strich landen, also den Abstieg vermeiden, und dann kann man weitersehen. Ich kenne den Muriz ja schon aus Pipinsried. Das Projekt und Konzept des TSV hören sich einfach gut an und ich glaube, das wird eine super Sache.“

Auf dem Platz gibt derweil Eddy Weiler lautstark die Kommandos. Die Männer schwitzen und lassen den Ball laufen. „Endlich wieder“, sagt Torwarttrainer Mario Schmid erleichtert, „das war schon eine verdammt lange Zeit ohne gemeinsames Training.“ Letzte Woche habe es zwar bereits eine freiwillige Übungseinheit gegeben, aber heute mit dem neuen Coach sei das eine ganz andere Geschichte.

Gute Laune garantiert

Und der lässt seine Spieler ein paar Runden auslaufen, dann wird gedehnt und gestreckt, aber schließlich ist das Programm für heute gelaufen. Einige Freiwillige um Salemovic und Charly Fülla zirkeln noch ein paar Bälle in den Torwinkel oder versuchen es wenigstens. Es wird geflachst und gelacht, gute Laune allerorten. Auch dass sie wegen der Pandemie noch nicht gemeinsam in die Kabine dürfen, kann die Stimmung nicht trüben.

Eddy Weiler schnauft durch und erzählt, wie er zum TSV Landsberg gekommen ist: „Ich habe mit Muriz ein paar Jahre in Memmingen gespielt, daher kennen wir uns schon lange und der Kontakt riss nie an. Als er hier Sportlicher Leiter wurde, wollte er einen Trainer, den er kennt und ähnlich wie er über Fußball denkt. Wir hatten dann Anfang des Jahres die ersten Gespräche und mich hat das hier alles so überzeugt, dass ich nun für ein Jahr unterschrieben habe.“

Vom aktuellen Kader sei er absolut begeistert und sehe darin große Qualität und Potential. Diese Qualität müsse man nun aber auch auf den Platz bringen und das sei natürlich seine Aufgabe. Auch für ihn stehe der Klassenerhalt an erster Stelle.

Hat er schon was von der Stadt Landsberg gesehen? Erste Eindrücke? „Ich habe mich öfters mit Muriz in einem Café in der Stadt getroffen und bin ein bisschen rumgelaufen. Es scheint ein schönes und gemütliches Städtchen zu sein. Jetzt können wir nur alle gemeinsam hoffen, dass es bald mit dem Fußball wieder losgeht.“

Es ist schon erstaunlich, wie sich die Fußballabteilung des TSV in den letzten sechs Monaten verändert hat. Fast scheint es, als sei kein Stein auf dem anderen geblieben. Und wie Rennpferde scharren sowohl die Verantwortlichen, aber vor allem die Spieler und Trainer mit den Hufen und wollen sich wieder im Wettbewerb messen. Eine zweite Welle der vermaledeiten Covid-19-Pandemie würde der Aufbruchsstimmung rund um das Vereinsheim einen argen Dämpfer verpassen.
Dietrich Limper

Auch interessant

Meistgelesen

Bayernligist Landsberg verliert gegen Bezirksligist Kaufering
Bayernligist Landsberg verliert gegen Bezirksligist Kaufering

Kommentare