Kauferinger wollen zum Ironman

Schwitzen für Hawaii

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Die Kauferinger Triathleten Tom Weikert, Ekkehard Happach, Stefan Kandler und Adrian Hoffmann (von links) wollen dieses Jahr bei der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii an den Start gehen.

Kaufering – Vier Triathleten vom Team Finsterwalder VfL Kaufering wollen es ernsthaft versuchen: Die Teilnahme an der Ironman Weltmeisterschaft Hawaii. Zur Qualifikation haben Tom Weikert, Ekkehard Happach, Stefan Kandler und Adrian Hoffmann allerdings nur am 6. Juli in Frankfurt die Chance.

Der Wettkampf in Frankfurt wird ausgetragen als Ironman Europameisterschaft. Beide Wettkämpfe, sowohl Frankfurt als auch Hawaii gehen über die legendären Distanzen: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. Das gezielte Training für Tom Weikert, Ekkehard Happach, Stefan Kandler und Adrian Hoffmann begann bereits Anfang Dezember.

Im Mittelpunkt stehen derzeit das Schwimmtraining, die Entwicklung der Grundlagenausdauer aber auch der Grundschnelligkeit. Auch Stabilisations- und Krafttraining sind wichtig, um den Körper vor Verletzungen und Überlastungen zu schützen. Auch Ernährung und Schlafrhythmus sind in der Vorbereitung ebenso wichtig wie eine allgemein gesunde Lebensweise.

Ein gemeinsames Trainingslager absolvierten die Vier Ende März auf Mallorca. Dort sind die Bedingungen, vor allem das Wetter für das um die Jahreszeit ideal. Ein zweites Trainingslager folgt Anfang Mai am Gardasee. Die Qualifikationsplätze in Frankfurt werden gemäß einem Verteilerschlüssel auf die verschiedenen Altersklassen aufgeteilt. Das bedeutet je mehr Athleten in einer Altersklasse starten, desto mehr Qualifikationsplätze gibt es. Insgesamt werden in Frankfurt 100 Hawaii Slots vergeben, bei einer Teilnehmerzahl von etwa 3000.

In der Altersklasse 55 von Ekkehard Happach gab es 2013 beispielsweise drei Qualifikanten und der Dritte hatte eine Zeit von 10:22 Stunden. „Beim Schwimmen und Radfahren bin ich guter Hoffnung. Wenn die Genesung von meinem Fuß weiter so gut läuft und ich den abschließenden Marathon in etwa 3:45 Stunden laufen kann, stehen die Chancen recht gut“, so Happach.

Auch Stefan Kandler rechnet sich Chancen aus. Letztes Jahr lag die Qualifikationszeit in der AK 45 bei 9:45 Stunden. „In den vergangen Jahren hatte ich diese Zeit bei vergleichbaren Wettkämpfen mehrfach unterboten, also muss ich nur meine Leistung stabilisieren und vor allem gesund und verletzungsfrei bleiben“, sagt Kandler.

Tom Weikert, frisch in der Altersklasse 40, hätte im vergangenen Jahr die Zeit von 9:37 Stunden benötigt, um sich zu qualifizieren. In der stärksten Altersklasse schafften von 500 Startern nur 20 die „Quali“. Nach bisher drei Langdistanz-Wettkämpfen, die nicht optimal verlaufen sind, soll diesmal alles klappen. Mit einer Bestzeit von 9:23 Stunden und guten Mitteldistanz-Resultaten, ist eine Qualifikation realistisch. „Mit der Quali würde ich mir einen Lebenstraum erfüllen, denn nach fast 18 Jahren Triathlon, gehört ein Finish auf Hawaii einfach dazu“, so Weikert. 

Relativ neu im Langdistanzbereich ist Adrian Hoffmann. Über kurze Distanzen inzwischen sehr schnell, hat er im letzten Jahr bei seinem ersten Langdistanz-Triathlon in Roth gleich mit der hervorragenden Zeit von 9:24 Stunden gefinisht. Allerdings geht es in seiner Altersklasse 25 richtig hoch her. Es sind insgesamt nicht viele Teilnehmer in dieser Altersklasse gemeldet und somit gibt es auch nur wenig Hawaii-Slots. Im vergangenen Jahr qualifizierten sich nur fünf Athleten.

Ob den Kauferingern letztlich die Qualifikation gelingt, hängt von vielen Faktoren ab. Die Familie muss mitspielen und dahinter stehen, aber auch das berufliche Umfeld muss passen. Es sollten am Ende der Trainingsphase mindestens 5000 Radkilometer auf dem Tacho stehen, über 1200 Kilometer gelaufen und etwa 200 Kilometer geschwommen worden sein. Die wöchentliche Trainingszeit beträgt im Schnitt bis zu zwölf, im Einzelfall sogar bis zu 20 Stunden. Dabei ist es sowohl wichtig, Überlastungsverletzungen zu vermeiden als auch ausreichende Regenerationszeiten einzuhalten.

Nicht zuletzt sind natürlich Tagesform und Psyche am 6. Juli wichtig. Der Spaß am Sport darf im Rummel der Vorbereitung natürlich nicht verloren gehen, da sind sich die Kauferinger Athleten einig. Neben den vielen gemeinsamen Trainingseinheiten unterstützen sie sich gegenseitig, wo es nur geht.

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