Sich selbst im Weg

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Bei den Penzinger Volleyballerinnen lief vieles im Spiel gegen den ESV Eichenau nach dem Plan des Gegners.

Penzing – Wieder einmal begann der Spieltag für die Volleyball-Damen des FC Pen- zing so vielversprechend. Wieder wurde der erste Satz bravourös und ungefährdet gewonnen, alle zeigten sich so kurz vor Weihnachten von ihrer Schokoladenseite. Doch diese Leistung konnte, wie schon in vier der sechs Begegnungen zuvor, nicht gehalten werden und das Match ging mit 1:3 an den SV Eichenau.

Mit fast komplettem Kader und dem Aufwind aus dem gewonnenen Spiel vor zwei Wochen im Rücken stand einem Sieg ein Eichenau eigentlich nichts im Wege. Und so begann Penzing auch sehr selbstbewusst, zog den ersten Satz schnell durch und lies dabei Eichenau keine Möglichkeit ihr Spiel aufzuziehen. Die Angreiferinnen konnten dank guter Annahme und variablem Zuspiel clever die Löcher des Gegners ausnutzen und ließen sich nicht aus dem Takt bringen. 

Als hätte man beim Seitenwechsel alles Selbstvertrauen liegen gelassen begann der zweite Durchgang eher holprig. Zwar holten die Mädels den Rückstand noch einmal auf, aber nach einer Auszeit des gegnerischen Trainers lief es dann auf einmal nur noch nach deren Plan. In der Penzinger Feldhälfte dagegen wurde das Spiel immer konfuser und auch wenn jede versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, wirkte das gesamte Spiel von außen sehr unsicher. Auch die Einwechslung von Romana Kohlhund brachte keine Wende – beide Zuspielerinnen taten sich sehr schwer mit den unkonstanten Annahmebällen umzugehen und die Spielzüge waren für die Gegner deshalb oft allzu vorhersehbar. 

Einige – eigentlich berechtigte – Pfiffe des Schiedsrichtergespanns taten nun im dritten Satz ihr Übriges die Stimmung auf beiden Seiten aufzuheizen. Insgesamt machte Eichenau nicht übermäßig viel Druck, trotzdem schlichen sich auch jetzt zu viele unnötige Eigenfehler beim FC ein. Im vierten Satz zeigten die FCP-Ladies nochmal Kampfgeist, vor allem Franziska Helmer brachte über die Dia- gonalposition etwas frischen Wind und zeigte in der Abwehr einige sehenswerte Aktionen. 

Wieder war es aber der ESV, der die entscheidenden Punkte für sich verbuchte. „Alles in allem waren die wir heute durch die Bank viel zu vorsichtig“ fasste Julia Nieberle den enttäuschenden Spieltag zusammen. Nieberle wird das Team zur Winterpause aus privaten Gründen verlassen und hätte sich gewünscht noch einmal einen Sieg mit Penzing feiern zu können: „Heute wäre definitiv mehr drin gewesen. Wir standen uns selbst im Weg, und das ist das Ärgerliche daran.“ 

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