Und jetzt die Relegation

Gerade noch gerettet

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Penzings Volleyballdamen haben am Samstag den Klassenerhalt nicht festzurren können. Jetzt müssen sie am 19. April in die Landesliga-Relegation.

Penzing – Den direkten Klassenerhalt in der Landesliga haben sie verpasst, aber mit einem furiosen Sieg gegen Ingolstadt ebneten die Volleyballerinnen des FC Penzing am Samstag zumindest den Weg auf den rettenden Relegationsplatz. Der Punkt aus dem zweiten Spiel gegen den FSV Schwabing, das knapp mit 2:3 verloren ging, war dann allerdings für den Tabellenplatz 7 auch noch Gold wert. Mit diesen vier Punkten sicherten sich die Gelhaar-Mädels in der Landsberger DZG-Halle jetzt die zweite Chance – die Saison geht damit am 19. April in die Verlängerung.

An diesem Sonntag treffen die FCP-Damen dann in Germering auf die beiden Zweitplatzierten aus den Bezirksligen Oberbayern und Schwaben, auf Germering und Kleinaitingen. Beide Mannschaften sind erst im vergangenen Jahr aus der Landesliga abgestiegen – es wird also in dieser Saison nochmal zwei wichtige Endspiele für Penzing geben.

Die letzten Trainingseinheiten vor dem Heimspieltag in Landsberg hatte man sich konzentriert auf die Spielweise der Ingolstädterinnen eingestellt. Obwohl die Saison dem Ende zugeht, waren alle Spielerinnen motiviert dabei – und das zahlte sich am Samstag dann voll aus. Zwar hielt Ingolstadt phasenweise gut mit und verteidigte die Bälle der Penzinger Angreiferinnen, dennoch ließen die Gastgeberinnen nie Zweifel aufkommen, dass sie die spielstärkere Mannschaft war. Wenn es sein musste, dann rollte die zweite Angriffswelle an und die wurde in der Regel mit einem fulminanten Schlag oder einem clever platzierten Lob abgeschlossen.

Die über 100 Zuschauer in der DZG-Hall waren begeistert dabei, sie trommelten und klatschen ihr Team zur Bestleistung. Besonders über die Mitte glänzte ein ums andere Mal Nicki Mannsbart. Christine Schöpf setzte sie gekonnt in Szene und Mannsbart nutze immer wieder den Größenvorteil gekonnt aus. Mitte des zweiten Satzes lag Ingolstadt einmal ein paar Punkte vorne – das wurde aber vor allem durch eine perfekte Annahme und Abwehrleistung von Epp, Reisacher und Libera Degle schnell egalisiert. Im dritten Satz konnten die Gäste dem vor Selbstvertrauen strotzendem Spiel der Penzingerinnen nichts mehr entgegensetzten. Schneller als alle zu hoffen gewagt hatten war der Sieg mit 3:0 in der FCP-Tasche.

Kräftezehrendes Match

Auch im zweiten Spiel des Tages boten die Zuschauer eine beeindruckende Kulisse. Obwohl die ersten beiden Sätze gegen Schwabing nicht ganz nach Plan verliefen und das Heimteam immer einem kleinen Rückstand hinterher lief, ließen sich sowohl Zuschauer, als auch die Spielerinnen nicht einschüchtern. Immer wieder zeigten sie spektakuläre Abwehraktionen und setzten die Schwabingerinnen fortwährend mit harten, platzierten Aufschlägen unter Druck.

Vor allem Julia Nieberle ließ sich in dieser entscheidenden Phase nicht aus der Ruhe bringen. „Da ist noch mehr drin“ und „wir wollen euch kämpfen sehen“, war von den Zuschauerplätzen zu hören. Und das nahmen sich Reisacher&Co. zu Herzen. Satz drei und vier verbuchten sie relativ deutlich für sich und lagen im fünften Satz sogar mit 9:3 vorne. Leider ließ nun merklich die Kraft nach, einige lange und kraftraubende Ballwechsel entschied Schwabing für sich und die Punkte purzelten nun auf der Gästeseite. Das Match ging dann im fünften Satz mit 15:12 doch noch verloren.

Trotzdem gingen die FCP-Mädels mit hoch erhobenem Kopf vom Feld. „Wir sind super zufrieden mit den vier Punkten aus diesem Spieltag – endlich konnten wir wieder befreit Volleyball spielen“, sagte Christine Schöpf. „Nachdem fünf Mannschaften noch gegen den Abstieg kämpften können wir sehr zufrieden sein, den Relegationsplatz ergattert zu haben“, ergänzte sie dazu. Auch Coach Achim Gelhaar und Co-Trainer Franz Babl zeigten sich mit der Leistung ihres Teams zufrieden: „Sich wegen dieser drei Punkte zu ärgern bringt nichts – wir freuen uns auf Germering und Kleinaitingen.“

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