Rüsten für die Oberliga

Riverkings: sieben Spieler in Quarantäne und magere Ausbeute auf dem Eis

HC Landberg - Fabio Carciola
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Der Torjubel bleibt aus. Fabio Carciola (Mitte, Nr. 19) scheitert beim zweiten Vorbereitungsspiel des Wochenendes an Lindaus Keeper.

Füssen/Landsberg – Die Cracks des HC Landsberg erlebten am vergangenen Wochenende bei ihren Testspielen ein Wechselbad der Gefühle. Am Freitag gewannen sie in Füssen mit 4:3 nach Penaltyschießen. Das Heimspiel gegen den EV Lindau hingegen verloren die Riverkings zwei Tage später mit 3:4 nach Verlängerung. Aufregung gibt es um Riverkings in Quarantäne.

Einige HCL-Spieler traten die Reise zum EV Füssen nicht an: Maximilian Welz und Markus Kerber fehlten verletzungsbedingt. Marc Krammer, Mika Reuter, Jonas Schwarzfischer und Philipp Keil befanden sich in „vorsorglicher Quarantäne“ und blieben in den eigenen vier Wänden. Coach Carciola standen also nur 13 Feldspieler zur Verfügung, aber die machten ihre Sache ordentlich.

Der ehemalige Landsberger Dejan Vogl brachte die Hausherren nach vier Minuten in Führung, HCL-Neuzugang Patrick Seifert nutzte das erste Powerplay zum 1:1. Im zweiten Drittel war es wiederum Vogl, der auf 2:1 für Füssen stellte (22.), doch Carciolas Schlagschuss sorgte für den 2:2-Ausgleich (27.). Die Riverkings waren nun überlegen, verpassten aber den Führungstreffer. Im letzten Spielabschnitt ließ der EV Füssen viele Chancen ungenutzt, nur Naumann traf nach 44 Minuten zum 3:2. Mit Glück und intakter Moral stemmten sich die Riverkings gegen die Niederlage und Carciola traf zwei Minuten vor dem Ende zum schmeichelhaften 3:3. Im Penaltyschießen gelang Hayden Trupp vor 100 Zuschauern schließlich der entscheidende Treffer zum 4:3-Auswärtssieg für den HCL.

Optisch überlegen

Zwei Tage später wurde der EV Lindau in Landsberg vorstellig und die Gäste konnten das Spiel in der Verlängerung für sich entscheiden. 189 Fans sahen eine muntere und abwechslungsreiche Partie. Nach sieben Minuten brachte Fredrik Widén die Islanders durch einen überraschenden Schuss von der Mittellinie mit 1:0 in Führung. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause und im zweiten Drittel war das Geschehen auf dem Eis ausgeglichen. Die Lindauer hatten zwar ein optisches Übergewicht, aber die Konter der Riverkings waren jederzeit brandgefährlich. Einen davon nutzte schließlich Adriano Carciola zum 1:1 (30.).

Die letzten 20 Minuten wurden dramatisch: Tobias Wedl traf für den HCL zum 2:1 (46.), die Gäste glichen nicht nur durch Fabian Birner (51.) aus, sondern Widén traf sogar zum 3:2 für die Islanders (59.). Doch damit war das Spiel noch nicht gelaufen, denn Maximilian Raß nutzte ein Powerplay 20 Sekunden vor der Schlusssirene zum 3:3-Ausgleich. In der Verlängerung entschied dann der Schwede Lundström das Spiel mit dem 4:3 für den EV Lindau (64.). Alles in allem zwei gute Testspiele für die Mannschaft von Coach Carciola.

Etwas Aufregung gab es gleich um eine Reihe von Spielern, die sich in Quarantäne befanden oder noch befinden: Marc Krammer, Mika Reuter, Jonas Schwarzfischer, Philipp Keil, Michael Fischer, Thomas Fischer und Florian Reicheneder. Aber Pressesprecher Joachim Simon wiegelt ab: „Eine reine Vorsichtsmaßnahme von Seiten des Vereins. Kein Grund zur Sorge, denn alle Tests sind negativ und sie werden uns am kommenden Wochenende wieder zur Verfügung stehen.“

Zweimal ECP

Und dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des EC Peiting: Am kommenden Freitag steht um 20 Uhr ein Heimspiel gegen den Oberligisten an. Am Sonntag reisen die Riverkings in den Pfaffenwinkel, Anpfiff ist um 18 Uhr. Sollte der 7-Tage-­Inzidenzwert auf über 100 klettern, werden bei den Heimspielen des HC Landsberg nur noch 50 Zuschauer erlaubt sein.
Dietrich Limper

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