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TSV Landsberg: Mit breiter Brust ins nächste Spitzenspiel

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Von: Thomas Ernstberger

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Nikola Negic - TSV Landsberg
War gegen Dachau nach seiner Einwechslung an drei Toren beteiligt: Nikola Negic, Neuzugang des TSV Landsberg. © Ernstberger

Wenn’s mal läuft, dann gewinnt man auch Spiele, die schon verloren scheinen. Siehe TSV Landsberg am Samstag beim 4:2 gegen den TSV Dachau.

Landsberg – Bis zur 83. Minute lag der Bayernliga-Tabellen­führer bei einem Team, gegen das sich die Kreisstädter schon immer schwer getan haben, 1:2 zurück (beide Dachau-Tore gingen auf das Konto von Marcel Kosuch). „Da hätte keiner mehr einen Cent auf uns gegeben“, sagt Spielertrainer Sascha Mölders. Es drohte die erste Niederlage nach sieben Spielen. Zumal Landsberg nach einer Stunde nur noch zu Zehnt war, nachdem Kapitän Alexander Benede mit Gelb-Rot vom Platz musste. „Nach einem ganz normalen Zweikampf“, so Mölders.

Doch dann schlug der Torjä­ger wieder zu: Nach Vorarbeit des eingewechselten Nikola Negic glich Sascha Mölders aus. Damit machte er das Dutzend voll, erzielte im elften Spiel sein zwölftes Tor – Führung in der Torjägertabelle der Bayernliga ausgebaut.

Mit diesem Treffer kippte das Spiel – und die Landsberger feierten noch einen Last-Minute-Sieg. In der 88. Minute wurde Negic gefoult – Elfmeter. Da Steffen Krautschneider, der etatmäßige Elfmeterschütze wegen seiner Hochzeit fehlte, sollte eigentlich Mölders schießen. Doch Timo Spennesberger übernahm: „Spenne kam zu mir und sagte: Ich will schießen, ich hau‘ ihn rein. Das hat er perfekt gemacht“, so Mölders, der gleich noch ein Extra-Lob für den Neuzugang von 1860 München II nachschiebt: „So muss es sein. Ich will als Trainer, dass Spieler Verantwortung übernehmen.“ 3:2 – doch Landsberg wollte noch mehr: Und Negic sorgte in der Nachspielzeit für den 4:2-Endstand. Tor-Premiere des früheren Unterföhringers für den TSV.

Alles richtig gemacht vom Spielertrainer-Duo Mölders/Mike Hutterer: Der eingewechselte Negic war an drei Toren beteiligt und Bryan Stubhan, der ebenfalls zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Spiel kam, glich gleich nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Bayernliga-Tor aus. „Unsere Einwechselspieler, später auch Branko Nikolic und Luca Wollens, haben ihre Sache super gemacht“, sagt der Spielertrainer. Sein Fazit: „Es war zwar kein gutes Spiel, aber die Jungs haben bis zum Schluss alles gegeben, sind bis zur letzten Minute marschiert und haben an sich geglaubt. Es spricht für die Truppe, dass sie ein Spiel in Unterzahl in den letzten sieben Minuten gedreht hat. Das ist Qualität, das zeigt, dass wir in der Vorbereitung gut gearbeitet haben.“

Landsberg ist damit zum dritten Mal in Folge Tabellenführer und seit acht Spielen ungeschlagen (sechs Siege, zwei Unentschieden, 24 Punkte): „Das ist ein Monsterlauf“, freut sich Mölders. Er ist sicher: „Der Sieg in Dachau gibt uns einen Schub, die Brust ist wieder ein bisschen breiter geworden.“

Duelle zweier Ex-Löwen

Das schadet nicht, denn am Samstag (14 Uhr) steht das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Da gastiert der Tabellenvierte FC Deisenhofen (zuletzt 4:0 gegen den TSV Kottern) im Landsberger Sportpark. Mölders: „Ein starker Gegner, da wollen wir das nächste Ausrufezeichen setzen.“

In dieser Partie kommt es zu einem Wiedersehen, das gleichzeitig ein heißes Duell ist: Mit Mölders und Nico Karger, der seine Profikarriere mit 29 beendet hat und jetzt für Deisenhofen spielt, treffen zwei ehemalige Münchner „Löwen“ und die beiden aktuell besten Torjäger der Bayernliga aufeinander. Karger hat bislang neunmal, also dreimal weniger als Mölders, getroffen, zweimal davon gegen Kottern. Der Landsberger Spielertrainer sagt dazu: „Er ist ein guter Spieler. Aber es heißt nicht Mölders gegen Karger, sondern Landsberg gegen Deisenhofen…“

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