Gröbenzell zieht davon

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Schaffte noch den Ausgleich mit der Schlusssirene: Lukas Klocker. Jedoch reichte die Aufholjagd gegen Slama Jama Gröbenzell am Ende nichts – die Gäste aus der Lechstadt mussten sich trotzdem 92:75 geschlagen geben.

Landsberg – Im dritten Rückrundenspiel wurde den zahlreich mit angereisten Lands- berger Fans der Heimerer Schulen Basket in Gröbenzell ein wahres Wechselbad der Gefühle geboten. Nachdem man sich zuerst noch sensationell in die Overtime gerettet hatte, unterlagen die Landsberger unnötig und letztendlich deutlich mit 92:75 gegen Slama Jama Gröbenzell.

Unter den Augen von Interimscoach Miga Migalla – Landsbergs Headcoach Roman Gese musste krankheitsbedingt passen – wurden die Lechstädter im ersten Viertel von Gröbenzells Topscorer Moritz Breitreiner quasi im Alleingang zerlegt. Die einstmals große Stärke der HSB-Truppe, ihre Defense, nur noch ein Schatten ihrer selbst und so ging das erste Viertel folgerichtig mit 20:10 an die Hausherren.

Auch im zweiten Abschnitt das nahezu gleiche Bild. Landsberg erging sich in glücklosen Einzelaktionen wirkte aber zumindest in der Defense durch die Einwechslung von Mo Siegwardt und einem äußerst engagierten Niki Brakel leicht verbessert. Slama Jama konnte aber auch das zweite Viertel mit 16:12 für sich entscheiden, so dass es beim Stand von 36:22 in die Halbzeitpause ging.

Nach der Pause kam Gröbenzell besser ins Spiel und konnte bis zur 5. Minute den Vorsprung sogar auf 49:26 ausbauen. Landsbergs Coach nahm die Auszeit und seine Jungs, die nun nichts mehr zu verlieren hatten kamen bis Viertelende wieder auf 14 Punkte heran. Beim Stand von 54:40 ging es ins letzte Viertel und die HSB-Truppe drehte nun auf. Aggressive Ganzfeldverteidigung und endlich ein schnelles Spiel nach vorne brachten die Wende.

Spannende Aufholjagd

Gröbenzell verlor zeitweilig völlig den Faden. Acht Punkte in Folge von Jordan Pavel brachte die Landsberger wieder auf 10 Punkte heran und zwei Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung der Gröbenzeller nur noch magere 3 Pünktchen (62:59). Slama Jama konnte sich – 60 Sekunden vor Ende – wieder mit 66:61 leicht absetzen aber Landsberg blieb dran. Einen 2er von Kapitän Michi Teichner, der trotz einer Handverletzung alles gab, konterte SJ an der Freiwurflinie. Niki Brakel verkürzte wieder auf 3 und SJ ließ erneut einen Freiwurf an der Linie liegen. Im Gegenzug wurde Lorenz Hüper, wenige Sekunden vor dem Ende an der 3er-Linie gefoult und er verwandelte alle drei Freiwürfe souverän (69:68). Landsberg foulte und die Gastgeber mussten ihrerseits wieder an die Linie. Der erste Wurf ging daneben der zweite fand sein Ziel (70:68). Landsberg nahm jetzt, 5 Sekunden vor Ende die Auszeit und schaffte durch Lukas Klocker mit der Schlusssirene und unter lautstarkem Applaus der Landsberger Fans den kaum noch erhofften Ausgleich (70:70). Doch wer nun dachte, der psychologische Vorteil läge bei den Lechstädtern wurde bald eines Besseren belehrt. Bis zum 74:74 hielten die Landsberger noch mit, dann zog Gröbenzell unaufhaltsam davon – ließ auch an der Linie nichts mehr liegen – und siegte verdient mit 92:75.

Am kommenden Samstag, 31. Januar, heißt der nächste Gegner Milbertshofen, den es im heimischen Sportzentrum zu schlagen gilt.

Landsberg spielte mit: Mateusz Bobrowski (13), Paul Brakel (0), Niki Brakel (9), Alex Böhle (0), Lorenz Hüper (10), Lukas Klocker (7), Jordan Pavel (10), Mo Siegwardt (0), Magnus Sauter (11), Michi Teichner (15), Pierre Welz (0).

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