"Da ist viel mehr drin"

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Torhüter Dominik Keller war im Spiel gegen Pullach der beruhigende Rückhalt für die Lechstädter.

Landsberg – Trotz der Hinspielniederlage gingen die Landsberger Handballer in der Bezirksoberliga schon eher optimistisch in das Heimspiel gegen den SV Pullach. Aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen und der Entwicklung, die die Mannschaft gemacht hat, war man doch leicht favorisiert – zurecht, wie die Lechstädter mit einem 25:22-Arbeitssieg unter Beweis stellten.

Vor allem in der Abwehr begann man sehr konzentriert und gab den Gästen kaum Gelegenheit zu aussichtsreichen Würfen. Und wenn es mal eng zu werden drohte, war der sichere Dominik Keller im Tor ein beruhigender Rückhalt. So dauerte es bis zur 11. Minute bis Pullach das erste Mal traf. Doch auch die Gastgeber hatten bis dahin nur drei Treffer erzielt. Man begann zwar auch im Angriff ganz entschlossen (2:0/5.), schaffte es jedoch nicht dauerhaft Druck aufzubauen.

Sieg erarbeitet

Nach dem ersten Gegentor kamen die Landsberger dann auch im Angriff besser in Fahrt, besonders von Max Matzer-Kernich ging immer wieder Gefahr aus. So begann man sich doch etwas abzusetzen (7:2/16). Pullach konnte dem in dieser Phase wenig entgegen setzen. 

Beide Seiten boten wenig spielerische Akzente, aber Landsberg hatte seine stabile Abwehr und immer wieder gelangen schöne Anspiele zu Alexander Schwarz an den Kreis, die dieser dann zuverlässig verwertete (12:5/23.). Es genügte eine passable Angriffsleistung, um den Gegner bis zur Pause mit 16:8 sicher in Schach zu halten. 

Es ist eine sportliche Binsenweisheit, dass in solchen Spielen der zweite Durchgang seine besonderen Herausforderungen hat. Es ist schwer im Gefühl eines vermeintlich sicheren Siegs Konzentration und Energie weiter hoch zu halten. Es war auch keine Überraschung, dass Pullach nun alles versuchte um nochmal heranzukommen. Sie spielten im Angriff nun wesentlich druckvoller und zielstrebiger. Die Gastgeber dagegen hatten gegen die nun auch aufmerksamere Gästeabwehr immer mehr Probleme zum Erfolg zu kommen. Es fehlte an Präzision und zwingenden Aktionen. So schmolz der Vorsprung (16:12/36.). Doch zwei von Dominik Keller gehaltene Siebenmeter und ein paar schöne Einzelaktionen und man war wieder mit 19:14 vorne (45.). 

Landsberg fand im Angriff einfach nicht zu ihrer Linie. Pullach kämpfte unbeirrt, nutzte Landsberger Ballverluste im Angriff zu Gegenstößen und hatte schließlich auf zwei Tore verkürzt (20:18/50.). Zwar legte Landsberg schnell nochmal wieder auf vier Tore vor, in der 56. waren die Pullacher aber wieder auf 23:21 dran. Jetzt war es Mustafa Uya, der mit einem der wenigen Treffer von außen zum 24:21(58.) alles klar machte. Der Rest war noch Ergebniskosmetik und die zwei Punkte waren im Kasten. 

„Einmal bin ich froh, dass wir uns diesmal die Punkte gesichert haben“, so Trainer Sofian Marrague nach dem Spiel. „Die Abwehr hat heute gut gestanden und sauber gearbeitet, 22 Gegentore sind schon okay. Im Angriff allerdings haben wir vor allem in der zweiten Hälfte bei weitem nicht gebracht, was wir drauf haben. Wir haben mit den erfolgreichsten Angriff der Liga, da ist viel mehr drin. Heute haben wir hier einfach nicht den richtigen Zugang zum Spiel gefunden. Aber auch solche Spiele muss man gewinnen.“

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