An den Schwachstellen arbeiten

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Die Sonne stand nicht gut für die Penzinger Volleyballerinnen: Gegen den Tabellenzweiten Inning musste man sich geschlagen geben.

Penzing – Gerade erst hatte das neue Jahr begonnen, und schon ging es für Penzing im Kampf um die Nicht-Abstiegsplätze weiter. Mit vielen guten Vorsätzen sind die Damen von Achim Gelhaar in das neue Jahr gestartet, doch der SV Inning, Tabellenzweiter der Landesliga, wollte da auch noch ein Wörtchen mitsprechen. Schlussendlich machte Penzing zwar ein überwiegend sehr gutes Spiel, für den Sieg gegen die vor Selbstvertrauen strotzenden Inningerinnen reichte es dennoch nicht (1:3).

Der erste Durchgang begann mit einer perfekten Leistung des FCP. Schon beim Einspielen war die Konzentration im Team fast greifbar. Inning spielte sehr langsam im Verhältnis zu den anderen Teams in der Liga, sodass es ein Leichtes war, sich auf die Angreiferinnen einzustellen. Gleich zu Beginn des Satzes erzielten Caro Zach und Christine Schöpf drei starke direkte Blockpunkte und machten klar, dass sie sich nicht verstecken würden. Die Annahme funktionierte sehr gut, sodass Zuspielerin Christine Schöpf die eigenen Angreiferinnen nach Belieben einsetzen konnte. 

Vor allem über die Außenposition erzielten Barbara Reisacher und Nadja Schmitz durch ihre schnell gespielten und harten Angriffe viele Punkte, denn die gegnerische Mittelblockerin war hier oftmals als einziger Blockspieler keine wirkliche Herausforderung. Beim Spielstand von 21:19 für Penzing wendete sich das Blatt allerdings. „Wir müssen hier nur einen Punkt machen, dann gehört uns der Satz“, stellte Kapitän Barbara Reisacher fest. Zu der auf einmal wackeligen Annahme kam eine fragliche Schiedsrichterentscheidung und zwei Bälle, die leider sehr knapp im Aus landeten, sodass der erste Satz ärgerlicherweise 25:21 an die Heimmannschaft abgegeben wurde. 

Obwohl Volleyball ein Hallensport ist, waren die nächsten beiden Sätze von der tief stehenden Abendsonne geprägt – die Rollläden ließen sich aufgrund des Sturms nicht schließen und auf der einen Spielhälfte konnten Annahme- und Angriffsspielerinnen oftmals nicht sehen, wohin der Ball fliegt. Beide Teams taten sich schwer, der zweite Satz ging deshalb mit 25:19 an Inning, der dritte Satz nach dem Wechsel dagegen mit 19:25 an Penzing. Chrissie Degle organisierte die Annahme und Abwehr, es fiel fast kein Ball ins Feld und vor allem Reisacher war über die Außenposition an diesem Tage nicht aufzuhalten. Der vierte Satz war nun der Entscheidende. Franz Babl, der diesmal an der Seitenlinie der Penzingerinnen coachte, beließ es bei der Aufstellung des letzten Satzes, die sich bewährt hatte. 

Wieder einmal lief es aber gar nicht nach Plan. Die Sonne stand nun wieder schlechter für Penzing, trotzdem sollte dies nicht entscheidend sein. Leider ließ man Inning aufgrund unkonzentrier- ten Aktionen und zu vielen Eigenfehlern auf allen Positionen davonziehen. Einen solchen Rückstand aufzuholen würde schwer werden gegen dieses junge und dennoch sehr ausgeglichene Team vom Ammersee. 

Babl ermahnte in der Auszeit dennoch „den Kopf nicht hängen zu lassen, die schöneren und härteren Angriffe kommen von euch.“ Aber er konnte damit die Stimmung im Team auch nicht mehr drehen – die Luft war nun raus, Inning gewann den Satz mit 25:16 und ging damit als Sieger vom Platz. „Auch wenn es jetzt doch wieder deutlich erscheint, Inning hatte genügend Schwachstellen, die wir ausnutzen hätten können“ fasste Stephanie Theinschnack treffend das Spiel zusammen. „Wir werden das was gut geklappt hat in Erinnerung behalten und weiterhin hart an unseren Schwachstellen arbeiten“, gibt sie die Marschroute für die nächsten entscheidenden Wochen vor. Penzing steht nun auf dem vorletzten Tabellenplatz. 

Vor allem das Spiel nächsten Samstag in Bad Grönenbach wird hier wichtig sein. Gegen die Alläuerinnen konnte Penzing auch schon in dieser Saison punkten und die beiden Teams kennen sich schon einige Jahre. Hier wird sich nichts geschenkt werden – und gerade deshalb wird es ein sehr spannender Spieltag werden.

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