Wintertriathlon World Championship in Rumänien

WM-Gold für Claudia Bregulla-Linke

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Am Ende reichte es für die Uttingerin für Gold: Claudia Bregulla-Linke vom SC Riederau konnte ihren Titel in der World Championship im Wintertriathlon verteidigen.

Riederau/Cheile Gradistei – Die weltbesten Wintertriathleten zu Gast beim World Championship 2018 in Rumänien: Insgesamt 210 Athleten der Elite und der Age Group Nationalmannschaften trafen sich Ende Januar in Transsilvanien an der Grenze zur Walachei im Bergdorf Cheile Gradstei, um sich in dieser anspruchsvollen Disziplin zu beweisen. Für eine Sportlerin sollte sich die Teilnahme besonders auszahlen: Claudia Bregulla-Linke. Sie trat für den SC Riederau an – am Ende hieß es Gold für die Uttingerin.

Hinter dem Begriff Wintertriathlon verbirgt sich die Winterform des klassischen Triathlons. Anders als bei der regulären Wettkampfart müssen die Athleten darin eine anspruchsvolle Kombination aus Cross-Lauf, Mountainbiken auf Schnee und Skilanglauf absolvieren. Der Austragungsort – respektive die Bedingungen vor Ort – spielen dabei eine große Rolle. Im Rahmen dieser Weltmeisterschaft in Rumänien hatten die Athleten Glück: Unweit von Schloss Bran – berühmt geworden durch Bram Stokers „Dracula“ – fanden die Sportler perfekte und beste Begebenheiten vor, sich der selektiven Wettkampfstrecke, in der einige Höhenmeter bewältigt werden mussten, zu stellen. 

Die Deutsche Triathlon Union – kurz DTU – nominierte 13 Athleten aus ganz Deutschland für die Age Group Nationalmannschaft, darunter auch Claudia Bregulla-Linke, Erdinger Alkoholfrei Athletin vom SC Riederau. Sie konnte dabei auf ihr starkes Betreuerteam aus Coach und Ehemann Gerhard Linke samt dem erfahrenen Wachs- und Langlauftrainingspartner Thomas Zwickel aus Petzenhausen vertrauen. Bereits im Vorfeld hatte Zwickel wohl den „richtigen Riecher“ gehabt, und den Wettkampfski mit Flurwachs behandelt, goldrichtig für die sich plötzlich einstellenden warmen Temperaturen, wie sich später herausstellen sollte. 

Linke selbst stand als Betreuer für die deutschen Athleten zur Verfügung, gab Zeiten durch, reichte Getränke und zeigte sich als Motivator, sodass fast alle Athleten erfolgreich finishen konnten, darunter auch Reinhold Wolter aus Brackel, mit 73 Jahren einer der ältesten Teilnehmer des Wettbewerbs. 

Spezielle Bedingungen 

Die Laufstrecke aus drei Runden – immerhin 5,6 Kilometer lang – forderte den Athleten gleich zu Anfang einiges ab, da das Bergauf- und Bergablaufen im tiefen, weichen Schnee höchste Konzentration und Kraft forderte. Speziell wurden die Bedingungen für die anschließende Radstrecke: Die Sonne ließ den Schnee auf der 3,3 km langen Strecke, die in drei Runden absolviert werden musste, so schnell weich werden, dass mit passendem Reifendruck gearbeitet werden musste. Dennoch gab es an vereisten, kurvigen Stellen einige Stürze. 

Am anspruchsvollsten gestaltete sich die rund 2,8 Kilometer lange Loipe; die mit Anstiegen und steilen Abfahrten gespickte Skilanglaufstrecke setzte eine sehr gute Beherrschung der Skating-Technik der teilnehmenden Athleten voraus. Claudia Bregulla-Linke lief bereits auf der Laufstrecke einen satten Vorsprung heraus, den sie auf der Mountainbikestrecke noch ausbauen konnte, um schließlich mit einer überragenden Skating-Zeit und 25 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Amerikanerin als strahlende Weltmeisterin, Titelverteidigerin und Gesamtvierte der Age Grouper in einer Zeit von 01:29:25 ins Ziel zu kommen. 

Ebenfalls als erfolgreicher Goldathlet konnte Erdinger Teamkollege Peter Grünebach aus Polling abschneiden; nicht antreten konnte Marianne Grünebach, die Teamkollegin musste sich leider einem Virus geschlagen geben. 

Fortsetzung folgt 

Der nächste internationale Wettkampf in dieser anspruchsvollen Disziplin steht bereits in Bälde an: Am 17. Februar folgen die Wintertriathlon Europameisterschaften auf dem Etna in Piano Vetore, in der italienischen autonomen Region Sizilien. Auch dort wird sich die Weltelite im Wintertriathlon ein Stelldichein geben.

kb

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