Schwer zu kompensieren

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Trainer Sofian Marrague musste gegen Fürstenfeldbruck mit aufs Spielfeld, um seine Jungs zu unterstützen: Innerhalb weniger Minuten hatten sich gleich drei Spieler verletzt.

Landsberg – Sie stand wirklich unter keinem guten Stern, die Partie der Landsberger Handballer in der Bezirksoberliga gegen die dritte Mannschaft des TuS Fürstenfeldbruck. Man reiste schon dezimiert an, Johannes Kauter und Gatto Piepenburg fehlten verletzt schon von Beginn an und sie sollten nicht die einzigen bleiben.

Anfangs schien es jedoch als könnte man trotzdem, gegen die mit einer Mischung aus Jugend und hochklassiger Erfahrung gut aufgestellten Brucker bestehen. Die Gastgeber legten zunächst noch vor, die Landsberger ließen sich von der etwas langsamen Spielweise ihrer Gegner einlullen (1:4/6.). Doch dann fanden sie immer besser zu ihrem Spiel und machten mehr Tempo. Bald hatte man ausgeglichen und ging mit einem 5:0-Lauf nun auch in Führung (6:4/12.).

Sie hielt man auch bis zur 16. Minute (9:6), dann verletzten sich innerhalb weniger Minuten Alexander Neumeyer, Tom Steber und Andi Pausewang. Die beiden letzten konnten später wieder mitmachen, waren jedoch deutlich gehandicapt. Das Fehlen einer ganzen Rückraumreihe konnten die Landsberger nur schwer kompensieren, aber die Mannschaft zeigte Einsatz und sogar Trainer Sofian Marrague ging aufs Feld um mitzuhelfen die Lücke auf der Position des Spielgestalters zu schließen. Aber die Ausfälle mussten besonders im Angriff erst verarbeitet werden.

So ging man mit einem 9:11 in die Pause. Im zweiten Durchgang zeigten die Landsberger, dass sie durchaus nicht gewillt waren so leicht aufzugeben. Man hielt dagegen und kämpfte um jeden Ball. Die Partei verlief jetzt ausgeglichen. Bruck legte mal ein, zwei Treffer vor, aber Landsberg kam immer wieder ran. Erst nach dem 19:19 (48.) machte sich der geschwächte Kader immer mehr bemerkbar, nun auch in der Abwehr. So kassierte man trotz allen Einsatzes bis zur letzten Sekunde, für den Spielverlauf noch ein paar Tore zu viel und war selbst nur noch zweimal erfolgreich.

Schon etwas geknickt war der Landsberger Trainer Sofian Marrague nach dem Spiel: „Das war heute schon ein bisschen zu viel Pech. Ohne die zusätzlichen Verletzungen hätte das schon anders gehen können. Ich hab auch so meine Zweifel, ob ich als Spieler der Mannschaft wirklich geholfen habe. Man hat halt dann nicht mehr den Abstand zum Geschehen wie von der Bank aus. Aber es war dann ja der dritte Mittelmann ausgefallen. Trotz der Niederalge muss ich den Jungs ein großes Kompliment machen, einfach toll mit welcher Motivation und welchem Einsatz sie bis zum Schluss gekämpft haben.“ Auch wenn die Niederlage schmerzt, die Landsberger bleiben auch nach dem 7. Spieltag Tabellenführer, etwas was man vor der Saison nicht zu hoffen gewagt hätte.

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