Eine Legende, ein Spektakel, ein Alptraum

Ein Wochenende voller Highlights für die Riverkings

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Der HC Landsberg hat ein ereignisreiches Wochenende hinter sich – mit zwei Siegen.
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Der HC Landsberg hat ein ereignisreiches Wochenende hinter sich – mit zwei Siegen.
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Der HC Landsberg hat ein ereignisreiches Wochenende hinter sich – mit zwei Siegen.

Landsberg – Vor der angemessenen Kulisse von 1.225 Zuschauern wurde zunächst Andrew McPherson verabschiedet, die Jugendarbeit gewürdigt und anschließend der EHC Königsbrunn mit 8:7 im Penaltyschießen besiegt. In Schweinfurt gewann der HCL zwei Tage später mit 4:3. Die Spieltage 13 und 14 der Bayernliga hatten es in jeder Hinsicht in sich.

Eishockeylegende Erich Kühnhackl stand am Freitagabend neben Oberbürgermeister Mathias Neuner, HCL-Präsident Frank Kurz und Vize Thomas Blaschta auf dem Eis und überreichte der Jugendabteilung einen Satz Trikots. Die Verabschiedung von Andrew McPherson nebst Familie geriet erwartungsgemäß emotional und das Publikum feierte seinen Helden mit Sprechchören. Eishockey wurde dann übrigens auch noch gespielt. Und wie!

Der Abend begann mit einer Hiobsbotschaft für den HC Landsberg, denn Stammkraft und unverzichtbarer Distanzschütze Marek Charvat (Patellasehnenreizung) meldete sich ebenso verletzt ab wie Sven Curmann (Kopf/Schulter-Prellung). Herbe Verluste für die Verteidigung der Riverkings, aber immerhin war Kapitän Tobias Wedl wieder an Bord. Für den längerfristig verletzten Keeper Markus Kring spielte erneut David Blaschta.

Markus Kerber eröffnete das Spektakel und jagte die Scheibe zum 1:0 in die Maschen (2.). Doch der Nachbar aus Königsbrunn zeigte sehr schnell, dass er hier nicht als willfähriger Partygast angereist war. Jakub Sramek glich postwendend zum 1:1 aus (3.). Und in diesem Stil ging es weiter. Nach dem Spiel brachte es der frischgebackene EHC-Coach Waldemar Dietrich auf den Punkt: „Für die Zuschauer war das sicherlich ein Spektakel, für mich als Trainer war es ein Alptraum.“

Das Fehler-Festival setzte sich fort und bis zum 6:6 durch Chris Mitchell (54.) lief der HCL permanent einem Rückstand hinterher. Julian Becher (5.) und Nicolas Baur (10.) stellten das Zwischenergebnis auf 3:1 für den EHC. Mika Reuter (13.) und Dennis Sturm (14.) egalisierten und mit 3:3 ging es in die erste Pause.

Bis zum 6:6 ging sammelten die Gäste die Tore, während Thomas Fischer (26.), Dennis Sturm (34.) und eben Mitchell immer wieder ausglichen. Nach haargenau 58 Minuten gingen die Riverkings endlich in Führung, denn Sturm traf technisch anspruchsvoll zum 7:6. Aber es passte zu der Partie, dass das mitnichten die Entscheidung war: 48 Sekunden vor Schluss stellte Daniel Rau auf 7:7.

Die Overtime überstand der HCL dank zweier starker Paraden von Blaschta. Fischer setzte mit seinem erfolgreichen Penalty schließlich den Schlusspunkt unter einen Eishockey-Krimi, der dem Abschied von McPherson würdig war.

Coach Fabio Carciola war natürlich weniger begeistert: „Fünf von sieben Toren haben wir dem Gegner geschenkt und viel zu viele individuelle Fehler gemacht. Und ich muss mal wieder unseren Torwart David Blaschta loben. Es macht einfach Spaß, diesem Jungen zuzuschauen.“ Ein Lob sprach er der taktischen Marschroute von Königsbrunn aus, wo die Handschrift des neuen Trainers zu erkennen gewesen sei.

„Dieses Spiel hatte eigentlich keinen Sieger verdient“, fasste EHC-Coach Dietrich die Ereignisse treffend zusammen und niemand wollte ihm widersprechen.

Nicht minder spannend, aber nicht gar so nervenaufreibend, verlief die Auswärtspartie vor 487 Zuschauern in Schweinfurt. Das erste Drittel verschliefen beide Teams und es ging torlos in die Kabinen. Coach Carciola lobt: „Wir hatten mit Maag, Charvat und Curmann viele Ausfälle in der Abwehr, aber Anton Hanke hat mit den anderen einen super Job gemacht. Nach einem holprigen ersten Drittel, haben wir im zweiten Abschnitt unser System perfekt gespielt und zurecht 2:1 geführt.“

Sturm (28.) und Markus Kerber (32.) trafen für den HCL, Schweinfurt (33.) verkürzte. Im letzten Drittel sorgte Reuter mit einem Doppelpack (54./56.) für die vermeintlich beruhigende 4:1-Führung. Durch Strafzeiten für Sven Gäbelein, Markus Kerber und Sturm brachte sich der HCL allerdings kurz vor Schluss noch einmal in die Bredouille: der ERV Schweinfurt arbeitete sich auf 3:4 heran. Allerdings zu spät, die Riverkings nahmen die Punkte mit.

Am kommenden Freitag, 22. November, geht es um 20 Uhr daheim gegen den EHC Klostersee und am Sonntag steht die Reise nach Erding (Spielbeginn 18 Uhr) auf dem Programm. Ein richtungsweisendes Wochenende, denn beide Kontrahenten könnte man in der Tabelle auf Abstand halten.
Dietrich Limper

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