Besser sein als im Vorjahr:

Landsbergs TSV-Handballer auf einem guten Weg?

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Aus einer stabileren Abwehr heraus des Spiel gestalten, haben sich die Handballer des TSV Landsberg (weiß) mit ihrem neuen Coach Dirk Meier vorgenommen.

Landsberg – Den nächsten sportlichen Schritt nach vorne wollten die Herren der Landsberger TSV-Handballer in dieser Saison machen. Besser als im Vorjahr abschneiden, lautet das Minimalziel. Und man hoffte, mit Trainer Sofian Marrague den personellen Aderlass der letzten Jahre mit der weiteren Entwicklung der Mannschaft ausgleichen zu können. Eine Zwischenbilanz.

Mit Tim Ruppelt war ein Spieler mit viel Erfahrung nicht mehr dabei. Er kehrte aus beruflichen Gründen wieder in seine norddeutsche Heimat zurück. Zugänge gab es bei den TSV-Hanballern dagegen nicht zu vermelden. So ging man nach einer nicht optimal verlaufenen Vorbereitung im wesentlich mit einer gegenüber dem Ende der letzten Saison unveränderten Mannschaft in die neue Spielzeit. Verzichten musste man dabei auch auf Mustafa Uyar, der sich für die zweite Mannschaft entschied und auf den länger verletzten Kai Roth. So fehlten auf Links für das in der Vergangenheit so wichtige Gegenstoßspiel die schnellen Vollstrecker. Und auf der anderen Seite war Tobi Giez nach seiner Verletzung nicht voll belastbar. Die erhoffte Entwicklung zeichnete sich nicht ab.

In dieser Situation entschloss ich die Abteilungsleitung, Sofian Marrague nach über vier Jahren Zusammenarbeit von den Aufgaben als Trainer der 1. Herren zu entbinden. Marrague hatte in den letzten Jahren das Landsberger Spiel geprägt, es vor allem schneller gemacht. Als die von ihm eingeführte, offensiv auf Ballgewinn ausgerichtete Abwehr funktionierte, erzielte man Tore durch Gegenstöße in Reihe. Mit seiner Emotionalität wurde die Mannschaft wieder viel lebendiger und dynamischer. In seiner zweiten Saison, 2015/2016, feierte man so die Vizemeisterschaft.

Wesentlich bedingt durch den Abgang von etlichen wichtigen Spielern erreichte man dieses Niveau in den beiden Folgejahren nicht mehr. Ganz im Gegenteil – Landsberg musste gegen den Abstieg kämpfen. Mit den engagierten eigenen Nachwuchstalenten konnte man den Aderlass nicht ganz ausgleichen. Die jungen Spieler mussten sich erst auf diesem Niveau zurecht finden.

So reifte Ende Oktober die Entscheidung, mit einem neuen Trainer einem Impuls zusetzen. So neu war der „Neue“ aber dann doch nicht. Der bisherige Co-Trainer und Coach der Herren II, Dirk Meier, übernahm. Das erste Spiel beim TV Memmingen gewann man mit einer vom Engagement aller getragenen guten Leistung gleich mal deutlich. Dass das nicht so einfach weitergehen konnte, wurde gleich im nächsten Spiel deutlich. Weilheim nahm den auch torgefährlichen Landsberger Spielmacher Finn Meier in Manndeckung und so verlor der Angriff viel von seiner Gefährlichkeit.

Aber zunehmend wurde die Handschrift von Dirk Meier deutlicher. Er setzt auf eine defensivere Abwehrvariante, was sicher auch dazu führte, dass man weniger Gegentore kassierte. Markus Bräutigam spielt jetzt auch im Abwehrverbund und gibt dem Ganzen mit seiner körperlichen Präsenz zusätzlich Stabilität. Dann stieß Mustafa Uyar als Linksaußen wieder zur Mannschaft und ist mit einer regelmäßig guten Trefferquote eine Verstärkung. Zudem bietet Dirk Meier öfter Spieler aus der zweiten Mannschaft auf.

Im Tor hat sich der junge Leif Erhard neben dem erfahrenen Michael Juchem zu einer festen Größe entwickelt und zeigt, dass er auf diesem Niveau sehr gute Leistungen bringen kann. Im Angriff arbeiten die Lechstädter weiter daran, die Fehlerquote zu verringern. Das geht nicht von heute auf morgen, aber wenn die Mannschaft konzentriert das spielt, was sie kann, wie zuletzt gegen Sonthofen, kommen auch Erfolge. So trifft man auch aus dem Positionsangriff heraus regelmäßig. Und wenn es besser gelingt beim eigenen Spiel zu bleiben und das über 60 Minu­ten zu halten, gewinnt der TSV auch jene Spiele, die man in der Vergangenheit manchmal etwas unglücklich in der Schlussphase verloren hat. Im letzten Spiel der Hinrunde gegen den TSV Sont­hofen hat die Meier-Truppe das gut umge­setzt. Von Beginn an lag sie in Führung und konnte sich am Schluss über einen deutlichen Heimsieg freuen.

„Wir gehen zuversichtlich in die Rückrunde und werden den Klassenerhalt schaffen,“ ist Abteilungsleiter Roland Neumeyer optimistisch. „Solche Trai­ner­wechsel sind immer auch bedauerlich, aber ich denke es war die richtige Entscheidung.“

Zunächst aber kommt die WM-Pause. Am 27. Januar um 16 Uhr beginnt dann die Rückrunde. Dann ist der TSV Herrsching II in der Isidor-Hipper-Halle in Landsberg zu Gast ist. Die Zeit wird Trainer Dirk Meier nutzen um vor allem im konditionellen Bereich die Grundlagen zu verbessern.

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