Allgäu Triathlon in Immenstadt

Der Tag der Hitzeläufer

+
Der TVI-Nachwuchs bereitete dem neuen Bayerischen Triathlon-Meister, Lukas Schüßler, im Ziel in begeisterten Empfang.

Immenstadt – Ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch – für die Sportlerinnen und Sportler beim 31. Allgäu Triathlon schon fast eine Spur zu schön, vor allem zu warm. Zumindest beim abschließenden Laufen kämpften etliche der Aktiven auch gegen die Hitze zur Mittagszeit.

Auf der olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen / 42 km Radfahren / 10 km Laufen) schlug Vorjahressieger Lukas Schüßler vom TV Immenstadt wieder zu und sicherte sich dabei den Bayerischen Meistertitel. Insgesamt starteten über die beiden Distanzen 850 Teilnehmer. Im Ziel warteten dann auch viele Freunde und die Familie, um Lukas nach 2:12:59 Stunden „in Empfang“ zu nehmen. 

„Noch geiler als im letzten Jahr“, kommentierte der 23-Jährige seinen neuerlichen Sieg und genoss die Stimmung als seine Verfolger nach und nach ebenfalls im Ziel eintrudelten. Nach einer guten Schwimmleistung und einer solide eingeteilten Radetappe konnte Schüßler beim Laufen seine Konkurrenten kontrollieren und den Vorsprung von gut einer Minuten ins Ziel bringen. 

Bei den Frauen siegte auf „der Olympischen“ mit Bettina Lange (2:29:57 Stunden) eine Triathletin aus Schleswig-Holstein. Bergig so wie die Strecke bei Immenstadt sei es dort allerdings nicht – die höchste Erhebung gerade mal 75 Meter hoch, erklärte die gut gelaunte Siegerin, „doch dafür trainiere ich viel bei Gegenwind“. Der TV Immenstadt hatte viele seiner bekannt starken Triathleten auf der olympischen Distanz im Rennen: Gerhard Honold kam mit 2:32 Stunden ein, Reinhold Hüppy mit 2:44 Stunden. „Über die Olmpia-Distanz kann man ohne allzu großen Trainingsaufwand schon mitmachen“, meinte Beide. Und TVI-Triathletinnen wie Carolin Lorenz, Tünde Terek oder die junge katharina Philipp kamen in ihren Altersklassen auf Spitzenplätze. 

Ein Neuling holte sich den Sieg über die Mitteldistanz, dem „Classic“ mit 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20 km Laufen. Sebastian Neef (Tristar Regensburg) startete zum ersten Mal in Immenstadt und blieb mit 3:59:52 Stunden unter der 4-Stunden-Marke. „Ein harter Kampf“, so der 24-jährige Neef, der sich auf der Laufstrecke noch ein spannendes Duell lieferte mit dem Favoriten, Johannes Moldan. Moldan musste aber bei Kilometer 8 abreißen lassen und konnte nicht mehr aufholen. 

Sogar ans Aufgeben dachte die Frauensiegerin, Nina Kuhn, die beim Radfahren zeitweise drei Minuten hinter dem Führungsduo lag. „Die begeisterten Zuschauer haben mich aber gepuscht, weiter zu machen.“ Die 30-jährige Ärztin war dann selbst überrascht von der furiosen Aufholjagd, die ihr beim Laufen gelang. „Die Stimmung an der Strecke war phantastisch!“ 

Zufrieden mit ihren “Auftritten“ beim Allgäu Triathlon waren die „Classic“-Starter Alfred Ledermann (RSC Kempten / Auto Brosch) mit 4:26 Stunden und Axel Reusch (2xU / DerLaufladen). „Hoch zufrieden“, so Alfred Ledermann, der sich ein Duell mit Reusch lieferte, bevor er nach rund 15 Kilometern auf der Laufstrecke die Sache für sich entscheiden konnte. Reusch war dennoch gut gelaunt nach seinem 22. Allgäu Triathlon, den er mit 4:28 Stunden beendete: „Ein schöner Tag.“ 

Nicht so glücklich beendete Alexandra Hagspiel vom TV Immenstadt das Rennen nach 5:02 Stunden - als schnellste Allgäuerin immerhin. Die Hitze habe ihr schwer zu schaffen gemacht. Mit schweren Beinen erreichte sie das Ziel und dachte schon ans nächste große Rennen, den „Inferno“ Mitte August in der Schweiz. „Da geht es bergauf. Das liegt mir.“ Alle Ergebnisse unter www.allgaeu-triathlon.de.

Josef Gutsmiedl

Auch interessant

Meistgelesen

Wichtige Weichenstellungen bei den "Bulls"
Wichtige Weichenstellungen bei den "Bulls"
FC Sonthofen patzt beim Saisonfinale
FC Sonthofen patzt beim Saisonfinale

Kommentare