Langlauf-Fest im Tannheimer Tal

Sonne und Schnee beim Trail

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Benedikt Abel aus Immenstadt setzte sich auf der 36-Kilometer-Strecke am Sonntag klar durch.

Tannheim – Langlauf-Fest im Tannheimer Tal: Bei der 20. Auflage des Ski-Trail Tannheimer Tal – Bad Hindelang waren am Klassik-Samstag 300 Starter auf der Loipe. Über die 33-Kilometer war der Vorarlberger Martin Sutter vom Fischer Racing Team in 1:24,19 Stunden Schnellster. Er setzte sich auf der 33-Kilometer-Schleife von Tannheim aus nach Unterjoch ins benachbarte Allgäu und zurück über die Loipe Schattwald, Zöblen nach Tannheim ab.

„Ich habe mich heute von Anfang an gut gefühlt. Im Durchlauf habe ich dann alles auf eine Karte gesetzt und es durchgezogen“, freute sich Sutter im Ziel. Im Fotofinish hatte Eric Thomas (Skimarathon Team Austria, 1:25,04) vor Stefan Sutter (Fischer Racing Team) die Nase vorn. Bei den Frauen siegte die deutsche Jessica Müller vom xc-ski.de-Marathon-Team in 1:38,56 Stunden. „Ich finde es beim Ski-Trail immer schön. Es ist eine meiner Heimstrecken. Es war super. Ich hatte Spaß“, sagte Müller. Als Zweite kam die Kanadierin Karen Messenger (1:50,55) ins Ziel. Dritte wurde Katrin Müller (SV Grün-Weiß Pirna, 1:55,13).

Über 13-Kilometer stand Tobias Rath (Salomon-Leki-Racing Team, 32:11 Minuten) vor Manuel Sieber (32:16) und Roland Ballerstedt (Team Madshus, 33:38) ganz oben auf dem Treppchen. Bester Außerferner ist Karl Poberschnigg vom SC Breitenwang als Fünfter. Mit am Start war auch der dreifache Biathlon-Olympiasieger Michael Greis. Er bereitet sich mit einem Teamkollegen auf den Start beim Vasaloppet vor. Beim Mini-Ski-Trail waren insgesamt 190 Langlauf-Talente am Start.

Ganz traditionell folgte beim Ski-Trail auf einen sonnigen Klassik-Samstag ein schneereicher Sonntag. Über 19, 36 und 60 Kilometer starteten bei der 20. Auflage des Langlauf-Marathons 500 Langläufer in der freien Technik. Das Organisations-Komitee ist mittlerweile – immerhin hat es schon 20 Jahre auf dem Buckel – so ein eingespieltes Team, dass es extreme Wetterverhältnisse meistert. Um den Langläufern die besten Loipen-Bedingungen zu bieten, schickte OK-Chef Michael Keller einen Skidoo vorweg, der eine spezielle Matte hinter sich her zog, um die Loipe vom Neuschnee zu befreien. „Ab fünf Uhr morgens waren fünf Loipengeräte im Einsatz“, sagt Keller.

Top-Service

Von dieser Maßnahme zeigten sich die Spitzenläufer begeistert. „Für diese Voraussetzungen waren es sehr schnelle Bedingungen. Ohne den Skidoo wäre es noch viel härter geworden“, sagte der Sieger über 60-Kilometer Tobias Rath vom Salomon-Leki-Racingteam im Ziel. Er setzte sich von Beginn an mit einer Vierergruppe ab und kam mit drei Sekunden Vorsprung in 3:01,47 Stunden ins Ziel. Zweiter wurde Tobi Escher vom Fischer Racing Team (3:01,50) vor dem Schweizer Dani Räss (3:2,35). Bei den Frauen stand Seriensiegerin Sigrid Mutscheller ganz oben. Sie kam nach 3:22,42 Stunden vor der Kleinwalsertalerin Sabrina Schairer (3:42,34) an.

Einen Allgäuer Doppelsieg gab es über die 36-Kilometer-Distanz. Benedikt Abel und Franziska Müller aus Immenstadt setzten sich gegen die Konkurrenz durch. Abel hängte den Schweizer Thomas Rusch kurz vor dem Ziel ab und kam nach 1:40,05 Stunden mit fünf Sekunden Vorsprung an. „Es war echt ein hartes Rennen bei schwierigen Bedingungen“, so Abel. Dritter wurde Manuel Sieber (Salomon-Leki-Racingteam, 1:45,25 Stunden). Tagesbeste Franziska Müller benötigte für die 36-Kilometer 2:03,55 Stunden.

Ein erfahrener Ski-Trail-Teilnehmer ist der Sieger über die 19-Kilometer-Distanz. Max Olex vom SC Partenkirchen. „Ich war hier schon öfter am Start und habe sogar schon einmal gewonnen. Es ist ein unglaublich schönes Rennen.“ Diesmal habe er die 19 Kilometer gewählt, weil er ein schnelles, dynamisches Rennen als Vorbereitung für den nächsten Wettkampf gesucht habe, sagte Olex, der nach 49:32 Minuten vor Langlauf-Experte Peter Schlickenrieder (51:07 Minuten) im Ziel war. Dritter wurde der norwegische Austauschschüler Reidar Aadne Nes Kleppe vom TSV Buchenberg (51:37). Bei den Frauen siegte eine alte Bekannte: Die Finnin Outi Kettunen-Walter kommt schon seit zehn Jahren ins Tannheimer Tal.

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