"Volles Haus" beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf

Rekordkulisse und Megastimmung

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Im ersten Durchgang trafen Karl Geiger(links) und Severin Freund im direkten Duell aufeinander, wobei sich Freund durchsetzte. 

Oberstdorf – Der Auftakt der 65. Vierschanzentournee in Oberstdorf präsentierte sich sowohl in sportlicher als auch in organisatorischer Hinsicht als rundum gelungene Großveranstaltung. Von allen Seiten gab es ein Riesenlob für die Veranstalter.

Nicht nur für die – trotz Schneemangel – perfekt präparierte Schanze, sondern auch für die „Gänsehautstimmung“ im Stadion.

Die Erdinger Arena unterm Schattenberg war erstmalig mit 25 500 Zuschauern schon Tage vorher ausverkauft. Trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen genossen die Skisprungfans zwei gelungene Tage in und um das Stadion.

Schon bei der Qualifikation sorgten über 14 000 Besucher für eine Rekordkulisse. Sie wurden mit weiten Sprüngen belohnt, die schon einen Vorgeschmack auf den Wettkampftag gaben. Die Erwartungen der DSV-Adler – vor allem mit Blick auf die Gesamtwertung der Tournee – wurden leider nicht ganz erfüllt. Zwar landeten mit Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Andreas Wellinger, Stephan Leyhe, Severin Freund und Andreas Wank insgesamt sechs deutsche Springer unter den ersten Zwanzig. Das Siegerpodest mussten aber sie Österreich und Polen überlassen. Bester Deutscher wurde Markus Eisenbichler vom TSV Siegsdorf auf Platz 6 mit Sprüngen von 135 und 133,5 Metern. Wobei er sich über seine etwas verpatzte Landung im Finaldurchgang ärgerte, die eine noch bessere Platzierung verhinderte. Er ist nun die deutsche Hoffnung, bei der Gesamtwertung der Tournee weiterhin vorne mitmischen zu können.

Lokalmatador Karl Geiger, der sich vor heimischem Publikum mehr vorgenommen hatte, ereichte den 27. Platz. Freute sich aber trotzdem den Finaldurchgang erreicht zu haben. Unterm Strich dominierten wieder einmal die Österreicher. Stefan Kraft (Gesamtsieger der Tournee 2014/2015) siegte mit 139 und 134,5 Metern vor Kamil Stoch aus Polen und seinem österreichischen Mannschaftskollegen Michael Hayböck. Die hoch gehandelten Prevc-Brüder aus Slowenien hatten mit den „Stockerlplätzen“ nichts zu tun. Entsprechend gute Stimmung danach im österreichischen Lager. „Megaspannend und eine Megastimmung“, kommentierte Kraft den Wettkampf: „Es ist alles aufgegangen, was ich vorhatte“. Auch Hayböck mag die Oberstdorfer Atmosphäre und die Schanze und sprach von „einem perfekten Start in die Tournee“.

Auch beim zweiten Springen in Garmisch-Partenkirchen am Neujahrstag bestätigte Eisenbichler mit 136,5 und 139,5 Metern seine derzeitige Top-Form und verpasste mit Platz 4 nur knapp das Podium. In der Gesamtwertung der Tournee kletterte er ebenfalls auf den 4. Rang. Sieger wurde der Norweger Daniel Andre Tande vor Kamil Stoch und Stefan Kraft.

Heinrich Bonert

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