ECO-Eislauf-Team sahnt bei Meisterschaften ab

Stark wie selten zuvor

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Bürgermeister Laurent Mies (links) und ECO-Präsident Harald Löffler (rechts) gratulierten den Deutschen Meistern und Vize-Europameistern Aljona Savchenko und Bruno Massot zu ihren jüngsten Erfolgen.

Oberstdorf – Der Eissportclub Oberstdorf (ECO) hat allen Grund zum Feiern. Die Eislaufabteilung des Vereins war bei den Deutschen Meisterschaften, den Juniorenmeisterschaften und bei der Europameisterschaft so erfolgreich wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Die Bilanz seit Dezember kann sich sehen lassen: Drei Deutsche Meistertitel im Eistanz (Kavita Lorenz/Panagiotos Polizoakis), im Paarlauf (Aljona Savchenko/ Bruno Massot) und bei den Männern (Franz Sreubel). Dazu noch die Vizemeisterschaft im Paarlauf durch Mari Vartmann und Ruben Blommaert. Bei den Junioren glänzten Ria Schwendinger und Valentin Wunderlich im Eistanz und Catalin Dimitrescu bei den Männern mit Meistertiteln.

Vizemeisterin in der Nachwuchsklasse der Damen wurde Nicole Calderari und einen dritten Platz im Eistanz gab es für Sandrine Hofstetter mit ihrem Partner Benjamin Steffan. Höhepunkt der Erfolgsserie war die Silbermedaille von Sav­chenko und Massot bei den Europameisterschaften Ende Januar in Bratislava, wo die Arbeit des neu formierten Eislaufpaars erste internationale Früchte trug. Die beiden trainieren seit dem Frühjahr 2014 bei Alexander König in Oberstdorf.

Bürgermeister Laurent Mies sieht eine „durchgängige Kette der Leistungsbereitschaft“ bei Sportlern, Trainern und Verein. Er gratulierte den Athleten und betonte das gute Miteinander und die guten Trainingsbedingungen als Basis der Erfolge. „Noch nie waren Sportler des ECO so erfolgreich wie jetzt bei den Deutschen Meisterschaften und der Europameisterschaft“, freute sich ECO-Präsident Harald Löffler und dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung.

Sportamtsleiter Peter Jokschat überreichte den erfolgreichen Sportlern bei der Feierstunde kleine Präsente. Auf Anhieb die Silbermedaille bei der Europameisterschaft zu gewinnen, nannte er „grandios“. Savchenko und Massot hätten endlich ihre Trainingsleistungen in einem internationalen Wettkampf zeigen können, nachdem sie zuvor schon den deutschen Meistertitel geholt hatten. Eine „Leidenszeit“ sei damit zu Ende gegangen. Er spielte damit auf die Auseinandersetzungen mit dem französischen Verband an. Nach seinem Wechsel erhielt Massot eine Verbandssperre von 18 Monaten und es begann ein langes Tauziehen zwischen den Verbänden, bevor im November 2015 gegen eine Zahlung von 30.000 Euro die Freigabe erfolgte.

Savchenko zeigte sich trotz kleiner Fehler bei der Kür zufrieden mit dem Ergebnis von Bratislava und der erreichten Punktzahl von 200,78 Punkten. „Ich laufe jetzt mit mehr Genuss“, will sie die Vergangenheit hinter sich lassen und mit ihrem neuen Partner noch möglichst viele Medaillen einsammeln. Das große Ziel ist ein Erfolg bei den Olympischen Winterspielen in zwei Jahren in Südkorea. Zuerst steht im März noch die Weltmeisterschaft in Boston an, wo die beiden ebenfalls auf dem Treppchen stehen wollen.

Der ECO verfügt mit Vartmann/Blommaert zudem über ein weiteres Paar, das international bestehen kann. Nach einen fehlerfreien Kurzprogramm belegten sie bei der EM zur Halbzeit Platz 4 – mit Schwächen in der Kür reichte es am Ende für den 8. Platz.

Heinrich Bonert

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