In Sorge um die Rubinger Au

Die Frauen Union – hier mit Hildegund Engelmaier (von links), Barbara Eß, Irene Kraus und Gemeinbderat Albert Titscher – setzt sich für das Naherholungsgebiet Rubinger Au ein.

Die CSU Frauen Union Oberstdorf macht sich Sorgen um das Naherholungsgebiet Rubinger Au. Die Frauen zeigen sich in der jüngsten Mitgliederversammlung sehr besorgt über die geplante Größe des neuen Gewerbegebietes und vermissen eine aktive Mitgestaltungsmöglichkeit zu den vorgelegten Plänen.

Die CSU Frauen Union hatte Albert Titscher, Marktgemeinderat und Mitglied des Bauausschusses, eingeladen, um sich von ihm zur aktuellen Planung des Gewerbegebietes Karweidach informieren zu lassen.

Albert Titscher: „Das gesamte Projekt Gewerbegebiet Karweidach ist in der Planungsphase.“ Einen konkreten Bebauungsplan gebe es demnach noch nicht. Es müssten vorab „noch einige Formalitäten“ erledigt werden. Dazu gehöre Titscher zufolge zum Beispiel die Auswertung der Äußerungen der Ortsteilsprecher von Rubi und Oberstdorf, die Äußerungen und Einsprüche der Bürger (bei der Verwaltung eingegangen sind 71 Meinungen). Ebenso müssen weitere Fachgremien gehört werden.

Titscher befürwortet das Projekt und spricht sich für eine Planung von sechs Hektar Gesamtfläche aus. Er betonte aber, es müsse eine „sinnvolle Planung und Vorgehensweise“ berücksichtigt werden. So sieht er zur Zeit eine Bedarfsgröße von drei Hektar als realistisch, aber eine Planung sollte auch auf einen möglichen zukünftigen Bedarf ausgerichtet sein. Daher komme man letztendlich auf sechs Hektar.

Der Gemeinde lagen bereits zwölf Anfragen von örtlichen gewerblichen Betrieben vor, die sich gern im Karweidach ansiedeln würden, sagte Titscher weiter. Es gehe bei aller Diskussion auch um die Aussiedlung der Kommunalen Dienste. Julia Eß-Maier und Viktoria Harzheim, beide Hotelbetreiberinnen aus Rubi, betonten bei dem Gespräch, wie wichtig dieses Gebiet zwischen Rubi – Karweidach – Oberstdorf für den Tourismus sei „Die Rubinger Au ist der Süden von Rubi“, so Julia Eß-Maier „hier sind die beliebten schattigen und ebenen Spazierwege .“

Die Frauen Union in Oberstdorf fordert den Erhalt des Naherholungsgebietes. Das Planungsverfahren solle nicht nur die momentane Situation berücksichtigen, sondern auch an die nachfolgenden Generationen denken. Es sei klar, dass eine Gewerbeansiedlung wichtig sei, aber es solle unbedingt die Größenordnung berücksichtigt werden. „Soviel Natur wie möglich muss erhalten bleiben. Die intakte Natur ist eines unserer wichtigsten Pfunde im Tourismus“, unterstrich die Vorstandschaft der Oberstdorfer Frauen Union einhellig.

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