Durchwachsener Ironman

Nach dem Härtetest auf Lanzarote: das „Triple-B-Team“ mit Martin Braxmair (von links), Helmut und Dominik Berger.

Oberallgäu / Kleinwalsertal - Die Ironman Veranstaltungen weltweit werden immer populärer. 2300 Starter beim 23. Ironman Lanzarote, das ist absoluter Teilnehmerrekord auf der Kanareninsel. Mit dabei auch die Triathleten Dominik und Helmut Berger von SV Casino Kleinwalsertal und der Oberstdorfer Martin Braxmair. 3,8 Kilometer Schwimmen – 180 Kilometer Radfahren – 42 Kilometer Laufen, diese Strecken bei sehr schwierigen Bedingungen, verlangte den Dreien vom „Triple-B-Team“ alles ab.

Dominik Berger – beim Schwimmen wie immer ganz vorne dabei, erreichte als dritter Profiathlet nach 47:39 Minuten den ersten Wechsel. Auf dem Rad sehr gut im Tritt, verlor er die Wasserflasche, in der die so wichtigen Kohlenhydrate in flüssiger Form enthalten waren. Bis Kilometer 150 noch auf Platz 4 kam dann der Energieverlust zum Tragen und Berger brach ein. Mit einer Radzeit von 5:13 Stunden (nach knapp über sechs Stunden Gesamtzeit) wechselte er dennoch als 13. vom Rad auf die Laufstrecke. Die ersten Kilometer musste er sich damit beschäftigen, in den Laufrhythmus zu kommen. Dann lief es allerdings sehr gut und er konnte bis Kilometer 32 einen guten Marathon laufen, bevor die letzten Kilometer doch wieder beschwerlich wurden. Mit einem Marathon in 3:30 Stunden kann er den Umständen entsprechend mit einzelnen Teilzeiten zufrieden sein. Mit der Gesamtzeit von 9:39:27 Stunden erreichte er den guten 18. Rang in der Profi-Wertung.

Vater Helmut Berger haderte nach dem Schwimmen 1:14 Stunden und Radfahren 6:24 wie bei seinen letzten Ironmans mit der Laufleistung. Während die Schwimm- und Laufzeiten meist sehr gut waren, lief es beim Marathon diesmal überhaupt nicht. „Kein Laufrhythmus – Probleme mit der Nahrungs und Flüssigkeitaufnahme lassen keine normale Marathon Laufleistung zu. So wird der Wettkampf zur Tortur“, sagt Helmut Berger in seinem Rückblick.

Aufgeben gibt es jedoch nicht für den Kleinwalsertaler Triathlon-Senior. So wurde es auch diesmal ein langer Tag. Mit einer Gesamtzeit von 14:23:09 kam er bei seinem sechsten Start auf der Insel im Sonnenuntergang ins Ziel.

Nicht viel besser wie dem Senior aus dem Kleinwalsertal ging es dem 45-jährigen Oberstdorfer Martin Braxmair. Beim Schwimmen mit 1:02 Stunden noch hervorragend unterwegs, lief es auf dem Rad nicht rund. Nach 5:59 Stunden Radfahren nahm er die Laufstrecke in Angriff. Ab Kilometer 16 bekam er wie Helmut Berger Probleme mit der Nahrungsaufnahme und musste den Wettkampf schließlich gehend zu Ende bringen. Seine Gesamtzeit von 13:02 Stunden im Ziel waren sehr enttäuschend für ihn, zumal für den Hüttenwirt der Kemptner Hütte dieser Wettkampf schon wieder das Ende der Wettkampfsaison 2014 bedeutet.

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