Kampfstark aber glücklos

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Für den FCS mit Gregor Mürkl setzte es beim TSV 1860 Rosenheim die dritte Niederlage in Folge.

Sonthofen - Die Bayernliga-Fußballer des 1. FC Sonthofen treffen nicht mehr: Das 0:1 beim TSV 1860 Rosenheim war die dritte Niederlage ohne eigenes Tor. Dagegen konnte sich die FCS-Reserve mit einem 2:0-Sieg über den TSV Seeg rehabilitieren.

Der 1. FC Sonthofen ist derzeit wahrlich nicht vom Glück verfolgt. Bei der knappen Auswärtsniederlage gegen den TSV 1860 Rosenheim fiel das alles entscheidende Tor erst am Ende der Nachspielzeit. Zudem blieb den mit einer Rumpfmannschaft angetretenen Oberallgäuern das Verletzungspech treu, denn Geiger musste mit einer Knöchelverletzung nach einer Stunde runter.

Die Oberallgäuer fühlten sich in einigen Situationen vom Unparteiischen stark benachteiligt. Vor allem beim Gegentor bestand ihrer Meinung nach mehrmals Handlungsbedarf vorher auf Foul zu ihren Gunsten zu entscheiden. Aber weder die Attacke gegen Maier, noch im Fünfmeterraum gegen Torwart Anil wurde geahndet. In der ersten Halbzeit konnte sich zunächst keines der beiden Teams entscheidend durchsetzen.

Die Abwehrreihen waren jederzeit Herr der Lage. Erst kurz vor dem Seitenwechsel wurde das anders. In der Nachspielzeit scheiterten Tomic und Maier an Gästekeeper Anil.

Eine Stunde war vorbei, als Sonthofens Dikmen nach einem Doppelpass mit Jörg eine tolle Konterchance zur Führung vergab. Kurz darauf wurde Jörg zurückgepfiffen, weil er angeblich im Abseits stand. Als alles auf ein Remis hindeutete, erzielten die Hausherren im Anschluss an eine Ecke in letzter Sekunde den überraschenden Siegtreffer durch Einsiedler.

Rosenheims Coach Patrik Peltram sprach schließlich von einem „dreckigen Sieg“, der vom Zeitpunkt her zwar äußerst glücklich, aber dennoch verdient gewesen sei. „Ich muss meinem Team ein großes Kompliment machen. Es hat bis zum Schluss an den Sieg geglaubt und kam zu den besseren Möglichkeiten.“

FCS-Trainer Esad Kahric sah den Spielverlauf ähnlich. „Meine Mannschaft ist für ihren kämpferischen Einsatz nicht belohnt worden. Wir haben zwar gut verteidigt, nach vorne fehlte uns jedoch die Entschlossenheit.“ Der Sonthofer Trainer gilt eigentlich als sehr besonnen und äußert sich normalerweise nicht zu Schiedsrichterentscheidungen. Diesmal bemerkte er jedoch, dass „manche Sache nur schwer nachvollziehbar“ war, was da gepfiffen wurde.

Der 1. FC Sonthofen II schaffte dagegen in der Schlussphase beim TSV Seeg einen 2:0-Sieg und kehrte damit in die Erfolgsspur zurück. Die Oberallgäuer brauchten allerdings eine ganze Weile, ehe sie den Abwehrriegel der sehr tief stehenden Hausherren knacken konnten. Sonthofens Zweite beherrschte Ball und Gegner ohne daraus zunächst Kapital schlagen zu können. Ein Freistoßtor von Kapitän Thomas Stumpf ebnete dann aber den Weg zu den drei Punkten. Nach der Führung des FCS machten die Gastgeber auf. Ein Konter brachte durch Marcel Berger schließlich die Entscheidung und den 2:0-Endstand.

Dieter Latzel

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