FC Sonthofen: Klassenerhalt in der Tasche

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Mittelfeldspieler Taijiro Mori (links) gehört mit seiner Dynamik zu den Leistungsträgern im Bayernliga-Team des FCS.

Sonthofen – Die Fußballer des 1. FC Sonthofen waren am vergangenen Wochenende nur teilweise erfolgreich. Während die Bayernliga-Mannschaft gegen den FC Ismaning einen 2:0-Sieg schaffte, kassierte der FCS II gegen den BSK Olympia Neugablonz eine knappe 2:3-Niederlage.

Der 2:0-Sieg des 1. FC Sonthofen über den FC Ismaning täuscht etwas über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg, denn die Gäste waren nahe dran an einem Punktgewinn. Erst Janni Keller machte in der Nachspielzeit mit seinem Treffer den Deckel drauf.

Der technisch versierte Aufsteiger begann gut, kontrollierte Ball und Gegner, konnte aber trotz dieser spielerischen Überlegenheit die Sonthofer Defensive nicht in Verlegenheit bringen. Die Hausherren standen zwar gut in der Abwehr, fanden jedoch zu keinem geordneten Aufbauspiel. Mit ihrem ersten gelungenen Angriff in der 23. Minute schafften sie jedoch die überraschende Führung. Torschütze Zuka profitierte dabei von einer Kopfballvorlage von Schäffler. Prompt wendete sich das Blatt und der FCS übernahm das Kommando. Trainer Kahric sagte später: „Bis zur Pause war das jetzt unsere beste Zeit. In dieser Phase hätten wir eigentlich den ein oder anderen Treffer nachlegen müssen.“ Doch Yazir und Keller sowie erneut Yazir gleich nach dem Seitenwechsel verpassten es, den Vorsprung auszubauen.

Danach drückte Ismaning vehement auf den Ausgleich, fand jedoch kaum ein Durchkommen. Olwa Luta vergab nach 66 Minuten die beste Gästechance. Ein Konter über Friedrich brachte in der Nachspielzeit durch das 2:0 von Keller die endgültige Entscheidung. „Gott sei Dank haben wir das Spiel gewonnen. Damit haben wir einen großen Schritt gemacht und spielen sicher nächstes Jahr wieder in der Bayernliga“, bestätigte Jannik Keller unmittelbar nach Ab­pfiff. Den dreifachen Punktgewinn ordnete er unter der Kategorie Arbeitssieg ein.

Auch FCS-Coach Esad Kahric sprach davon, dass es das erwartet schwere Spiel gewesen sei und räumte ein: „Das war von uns allerdings keine überzeugende spielerische Leistung.“ Kämpferisch könne er seiner Truppe jedoch gratulieren. Die habe von der ersten bis zur neunzigsten Minute alles gegeben. Gäste-Trainer Xhevat Muriqi zeigte sich dagegen enttäuscht: „Wir spielen gut, waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, haben aber vorne einfach zu wenig Durchschlagskraft“, brachte er die Niederlage auf den Punkt.

Im „Allgäuer Derby” zwischen dem 1. FC Sonthofen II und BSK Olympia Neugablonz mussten sich die Hausherren nach einem spannenden Spiel knapp mit 2:3 (1:2) geschlagen geben. Die Gäste bleiben damit ein heißer Aufstiegsanwärter.

Die Bayernliga-Reserve begann gut. Sie stand kompakt in der Abwehr und versuchte mit ihrem schnellen Umschaltspiel zu Möglichkeiten zu kommen. In der 21. Minute klappte das perfekt, als Myrta mit einem tollen Pass Mürkl in Szene setzte, der Gäste-Keeper Starowoit umkurvte und aus spitzem Winkel zum 1:0 einschoss. Als Rausch (40.) das 2:0 verpasst hatte, staubte König im Gegenzug zum 1:1-Ausgleich ab. Kurz darauf landete ein langer Abschlag bei Franke und der traf ins kurze Eck zur 2:1-Gästeführung. Erneut Franke baute den Vorsprung für BSK nach einer Stunde auf 3:1 aus. Der FCS gab sich jedoch noch nicht geschlagen und Mürkl verkürzte kurz darauf mit einem an Rausch verursachten Freistoß zum 2:3 und war wieder am Drücker. In Unterzahl (Bayrhof sah nach 69 Minuten Rot) sollte dem FCS der Ausgleich nicht mehr gelingen. FCS-Trainer Müller konnte seinem Team keinen Vorwurf machen, das alles gegeben hatte. „Letztendlich war der Platzverweis der Knackpunkt in unserem Spiel“, meinte er.

Dieter Latzel

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