Hindelanger Hammerwerfer holt einen Sieg nach dem anderen

Schwandke in Top-Form

Der Hindelanger Hammerwerfer Tristan Schwandke unterstrich seine Top-Form beim Meeting in Luzern.

Bad Hindelang – Der Hindelanger Hammerwerfer Tristan Schwandke hat bei der Deutschen Meisterschaft in Erfurt Platz vier belegt und bei zwei weiteren Wettkämpfen mit Siegen seine tolle Form untermauert – bei den internationalen deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport wurde Schwandke Deutscher Meister im Gewichtwerfen.

Bei der Deutschen Meisterschaft in Erfurt fehlte Schwandke das Quäntchen Glück zu der anvisierten Bronzemedaille (wir berichteten). Schwandke, der auf eine Weite von 69,93 Meter kam, lag bis zum dritten Durchgang sogar in Führung und bis zum fünften Durchgang auf Podest-Kurs, ehe die Konkurrenten Alexander Ziegler (71,66 Meter), Andreas Sahner (70,89) und Johannes Bichler (70,65) doch noch konterten.

„Sicher, eine Medaille war das Ziel, aber für mich zählt in dieser Saison vor allem der Ausbau und die Stabilisierung meiner Technik. 2017 bin ich im Schnitt gegenüber dem vergangenen Jahr gut zwei Meter weiter vorn. Darauf werde ich die kommenden Jahre aufbauen“, so der Bad Hindelanger Leichtathlet, dessen großes Ziel die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ist.

Wie gut Schwandke in Form ist, unterstrich er beim stark besetzten Internationalen Leichtathletik-Meeting in Luzern sowie bei den Deutschen Rasenkraft-Meisterschaften in Fränkisch-Crumbach. In Luzern beherrschte der Hammerwerfer vom TV Hindelang das Feld und sicherte sich mit einer Weite von 69,10 Metern souverän den Sieg vor Martin Bingisser (62,14 Meter), der amtierender Schweizer Meister ist.

Noch einen oben drauf setzte der 25-Jährige Sportler bei den internationalen deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport: Neben dem klassischen Hammerwurf kommen hier das Gewichtwerfen (12,5 Kilogramm) und Steinstoßen (15 kg) hinzu. Gefragt sind ausgefeilte Technik und vor allem sehr viel Kraft.

Schwandke siegte in Fränkisch-Crumbach im Gewichtwerfen vor dem amtierenden deutschen Hammerwurf-Meister Alexander Ziegler. Der Allgäuer Athlet warf das 12,5 Kilogramm schwere Gerät auf beeindruckende 27,55 Meter. Da konnte auch der starke Chinese Dakai Qi (25,04 Meter/Rang vier) nicht mithalten. Zudem gewann Schwandke beim Treffen der stärksten Werfer im Steinstoßen Silber – die im letzten Wurf erzielten 9,25 Meter sind zugleich persönliche Bestleistung. Bronze erkämpfte sich Schwandke mit 2955 Punkten im Dreikampf aus Gewichtwurf, Steinstoßen und Hammerwerfen (69,32 Meter). Auf Dreikampf-Silber fehlten ihm am Ende neun Punkte, die umgerechnet drei Zentimeter beim Steinstoßen entsprechen. „Ich freue mich riesig über das tolle Ergebnis, das sich auch auf die nationale Statistik auswirkt – die Weite von 27,55 Metern bedeutet Platz eins in der deutschen Bestenliste. Das Endergebnis ist hoch zu bewerten, weil der Wettkampf als internationale Deutsche Meisterschaft ausgeschrieben und sehr starke Konkurrenz vor Ort war“, sagt Schwandke. In Fränkisch-Crumbach teilgenommen hatten neben dem deutschen Hammerwurf-Meister Ziegler unter anderem internationale Athleten, die Mitglied eines deutschen Vereins sind.

Am Samstag/Sonntag, 22./23. Juli, geht der Bad Hindelanger Hammerwerfer bei der Bayerischen Meisterschaft in Augsburg an den Start, eine Woche später nimmt er am Härtsfelder Hammerwurfmeeting in Dischingen teil. Die Saison beendet der Allgäuer Spitzensportler am 8. August beim Leichtathletik Meeting in Olten (Schweiz).

dk

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