Unglückliche Niederlage

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Korbinian Beck und der FCS waren in Pipinsried nahe dran an einer Überraschung.

Sonthofen - Der „Fußballgott“ ist kein Sonthofer. Das mussten die Bayernliga-Fußballer des 1. FC Sonthofen bei der vermeidbaren 0:1-Auswärtsniederlage in Pipinsried feststellen. Wesentlich mehr „Glück“ wurde dem FCS II beim 2:1-Erfolg in Marktoberdorf zuteil.

Der 1. FC Sonthofen bezog beim FC Pipinsried eine richtig unglückliche Niederlage. Die Oberallgäuer waren nahe dran, dem Favoriten ein Bein zu stellen, hatten aber keinen „Knipser“ in ihren Reihen. Trainer Esad Kahric bescheinigte seiner Mannschaft eine gute Leistung. Deshalb sei die Niederlage besonders bitter: „In der Defensive standen wir sehr kompakt und gut organisiert. Wenn wir die große Chance zur Führung genutzt hätten, wären wir als Sieger vom Platz gegangen“, so der Trainer des FCS. Die Partie stand bis in die Nachspielzeit auf des Messers Schneide. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und lieferten sich einen harten Kampf. Zunächst ließen die Abwehrreihen hüben wie drüben jedoch nichts anbrennen. 

Wenn es gefährlich wurde dann bei Standardsituationen. In der neunten Minute donnerte Kubica einen Freistoß an den Sonthofer Außenpfosten. Auf der Gegenseite köpfte nach einer halben Stunde Hailer einen Geiger-Freistoß knapp daneben. Die erste Möglichkeit in zweiten Halbzeit hatten die Oberallgäuer, doch Rasmus zielt nicht genau genug. Dann landete ein Schuss von Pipinsrieds Zischer aus spitzem Winkel auf der Querlatte. Die beste Führungschance vergaben aber die Sonthofer, als Maier Marc Penz steil geschickt hatte und dieser allein auf Torwart Antoni zulief, doch den Ball nicht am Keeper der Hausherren vorbei brachte. Der entscheidende Treffer fiel auf der Gegenseite. Die Gäste hatten nach 73 Minuten einen Freistoß zu ungenau ausgeführt und liefen in einen Konter. Holzhammer war der Nutznießer und vollendete glücklich zur Pipinsrieder Führung. Der FCS stemmte sich nun gegen die drohende Niederlage und drängte auf den Ausgleich. Als Marquardt einen Dikmen-Querpass direkt abfeuerte, landete der Knaller nur an der Innenkante des Torpfostens. 

Glück für die Zweite 

Den knappen 2:1-Auswärtserfolg des 1. FC Sonthofen II beim FSV Marktoberdorf kann man unter dem Motto „glücklicher Arbeitssieg mit letztem Aufgebot“ einstufen. Die Partie war spannend bis zum Schluss. Beide Mannschaften lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe. Alle Tore fielen erst nach dem Seitenwechsel. In der 57. Minute brachte FCS-Torjäger Florian Zettler seine Farben in Führung, als die Hausherren den Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht hatten. Der FSV schlug jedoch postwendend zurück und schaffte fünf Minuten später den 1:1-Ausgleich. Eine Viertelstunde vor dem Ende gelang Michael Mehrtens nach einer Ecke von Gregor Mürkl die erneute Sonthofer Führung. In der Schlussphase warfen die Gastgeber alles nach vorn, um die drohende Niederlage abzuwenden. Sie scheiterten aber immer wieder an FCS-Keeper Lars Micheel, der den Sonthofer Sieg festhielt.

Dieter Latzel

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