Gemischte Saisonbilanz für den 1. FC Sonthofen

Hopp und Top beim FC Sonthofen

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Die Kommandos von Torwart Andreas Bathrei werden in Zukunft fehlen. Er wurde zum Saisonende verabschiedet.

Sonthofen - Die Fußballer des 1. FC Sonthofen können mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die abgelaufene Punkterunde zurückblicken.

Während die erste Mannschaft bei ihrer Bayernliga-Premiere die Erwartungen mit 51 Punkten und Tabellenplatz 8 sogar übertroffen hat, verfehlte die Reserve ihr Saisonziel und muss nach fünf Jahren aus der Bezirksliga-Süd absteigen. 

Es gab nicht viele, die dem 1. FC Sonthofen in seinem ersten Bayernliga-Jahr eine derart souveräne Leistung zugetraut hätten. Die Oberallgäuer mussten zwar mit vielen verletzungsbedingten Engpässen kämpfen, konnten diesen Umstand aber meist kompensieren. Kapitän Andi Maier war zum Beispiel einer dieser Langzeitverletzten. Er absolvierte gerade einmal gut die Hälfte aller Spiele. Der ausgeglichene große Kader, die Heimstärke und mit Bernd Kunze einem „Fuchs“ als Trainer, der das letzte aus der Mannschaft herauskitzelte, waren letztendlich die Erfolgsgaranten für den Höhenflug. 

Mit einem sensationellen Saisonstart thronten die Oberallgäuer sogar fünf Spieltage an der Tabellenspitze. Auch der Schlussspurt hatte es in sich: in den letzten acht Begegnungen holten die Sonthofer 17 Punkte. Dazwischen lag zwar im Herbst vergangenen Jahres eine Schwächephase, von der sich die Mannschaft aber wieder erholte. Insgesamt kamen 27 Spieler zum Einsatz. Torwart Bathrei und Abwehrspieler Korbinian Beck waren mit jeweils 35 Einsätzen die Dauerbrenner im Team. Auch die Torschützenliste war mit 14 Akteuren breit gefächert. Die meisten Treffer schossen Andi Maier und Dennis Marquardt (jeweils 7), dicht gefolgt von Matthias Jörg und Etem Sahin (jeweils 6). Zu den 18 Heimspielen kamen insgesamt 6975 zahlende Besucher. Im Durchschnitt also 387 pro Spiel. Damit war der 1. FC Sonthofen der Zuschauerkrösus in der Bayernliga. 

Kein gutes Ende nahm hingegen die Saison für Sonthofens Reserve. Das Team von Trainer Andreas Fink ist nach dem mit 2:3 verlorenen Relegationsspiel gegen den SV Donaumünster aus der Bezirksliga-Süd abgestiegen und muss in der kommenden Punktrunde in der Kreisliga-Süd antreten. Letztendlich lag es aber nicht nur an dem verlorenen Entscheidungsspiel, dass es nicht zum Klassenerhalt gereicht hat. Die junge Mannschaft ließ in der gesamten Runde eine gewisse Konstanz vermissen. Auf einen Sieg folgte oft eine Niederlage. Zum Saisonstart und im Schlussspurt hatten die „Jungspunde“ so ihre Schwierigkeiten. Möglichkeiten, die Klasse zu halten, waren trotzdem genügend vorhanden. Wie knapp es letztendlich in der Tabelle zuging unterstreicht die Tatsache, dass bei 33 Punkten nur der schlechtere Vergleich gegenüber dem BSK Olympia Neugablonz ausschlaggebend war.

Dieter Latzel

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