Volleyball

Nichts zu erben

Au Backe: Die Angaben von Roy Friedrich waren in Lüneburg nicht das Gelbe vom Ei.
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Herrsching – Nichts zu erben gab es für die Volleyballer des TSV Herrsching in den beiden schweren und langen Auswärtspartien in Folge. Beim 0:3 im Pokal-Halbfinale bei den Berlin Volleys war die ersatzgeschwächte Truppe von Trainer Max Hauser letztlich chancenlos. Bei der SVG Lüneburg zogen die Herrschinger dann im Ligaalltag mit dem gleichen Ergebnis den Kürzeren.

„In Lüneburg wäre mehr drin gewesen, aber wir waren im Kopf nicht frisch genug“, urteilte Hauser nach der Auswärtspleite beim Tabellennachbarn, der dadurch den TSV überholte und jetzt Fünfter ist. „Wir leisteten uns zu viele Aufschlagfehler“, nannte Hauser einen Grund für die Niederlage. Vor allem Roy Friedrich, der wie Florian Malescha in Berlin noch fehlte, dann aber nach Lüneburg nachreiste, versemmelte einige Aufschläge. Dazu kam, dass sich die Herrschinger am starken Block der Gastgeber aufrieben. Nicht zuletzt dadurch ging der erste Durchgang auch mit 19:25 verloren. Im zweiten Satz wogte die Partie lange Zeit hin und her. Die guten Angaben brachte Lüneburg dann aber in Vorteil und zu einem weiteren Satzgewinn (18:25). Im dritten Durchgang stemmten sich die Herrschinger gegen die drohende Niederlage. Letztlich schafften es die Gäste aber nicht, die Lüneburger, die von 800 Zuschauern frenetisch unterstützt wurde, entscheidend auszubremsen. Der 22:25 Satzverlust besiegelte so die Niederlage der TSV-Herren. Zwei Tage zuvor bestritten die Herrschinger vor 2700 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle ihr bisher größten Spiel in der Vereinsgeschichte, das Pokalhalbfinale gegen die Berlin Volleys. Nicht genug, dass es statt des Heimspiels ein Auswärtsmatch war, ausgerechnet vor dieser Partie erwischte die Hauser-Truppe das Verletzungspech. Peter Ondrovic fehlte verletzt, Nicolai Grabmüller wegen Krankheit sowie Florian Malescha und Roy Friedrich aus beruflichen Gründen. Da auch Michael Wehl absagen musste, erinnerte sich Hauser an Thomas Ranner, der aus Stuttgart zum Team kam. Die zweite Mittelposition bekleidete Tobias Neumann, der normalerweise Zuspieler ist. Der Außenseiter aus Herrschinger hatte so gerade mal neun Spieler zur Verfügung. Und die hielten im ersten Durchgang gegen die favorisierten Berlinen gut mit. Lange Zeit war die Partie ausgeglichen, bis die Volleys am Ende mit 22:25 triumphierten. Im zweiten Durchgang wurde dann die Dominanz des Titelverteidigers sehr deutlich. Die Herrschinger hatten bei der 9:25 Satzniederlage nicht viel zu melden. Im Abschnitt drei hielten die Gäste wieder besser mit. Letztlich waren die Berliner, die den Satz mit 16:25 gewannen, an diesem Abend nicht zu gefährden. Am Samstag (19 Uhr, Nikolaushalle) erwarten die Herrschinger nun den VfB Friedrichshafen, bei dem es ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Teamkollegen Daniel Malescha gibt. Personell sieht es dann für den TSV wieder deutlich besser aus.  hal

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