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50 Jahre Basketball beim TSV Weilheim

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Von: Roland Halmel

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Zaire Thompson Basketball Weilheim
Zaire Thompson und seine Teamkollegen sorgten mit einigen Kabinettsstückchen für gute Unterhaltung bei den knapp 100 Zuschauern. © Halmel

Weilheim – Nachlässige Abwehrarbeit ist für Basketball-Trainer ein rotes Tuch. Beim All-Star-Game der 2. Regionalliga in der Jahnhalle zeigten sich die Coaches aber nachsichtig. Beim Duell der beiden Auswahlteams, zu dem die Weilheimer anlässlich ihres 50. Geburtstags geladen hatte, ging es vor allem um ein Offensivspektakel für die Zuschauer. 

Aggressives und hartes Verteidigen stand weder bei den „Black Angels“, die Goran Culum trainierte, noch bei den „White Angels“, betreut von Bille Wiedemann, im Vordergrund. „Wir haben sehr viele hochklassige und erfahrene Spieler dabei“, meinte Culum mit Blick auf seinen Kader mit den ehemaligen Weilheimern Hennig Ballhausen und Zaire Thompson, die als Basketball-Profis unterwegs sind. Dazu standen einige namhafte Spieler aus der 2. Regionalliga sowie mit Alex Thumser und Alex Brem zwei Lokalmatadore aus Weilheim im Aufgebot. Auch die Truppe der ehemaligen Nationalspielerin Bille Wiedenmann, die erst vor kurzem mit der Bronzemedaille von der Senioren WM aus Malaga zurückkehrte, brauchte sich in Sachen bekannter Namen nicht zu verstecken.

Beide Teams fackelten von der ersten Sekunden an nicht lange. Praktisch jede sich bietende Gelegenheit zum Wurf wurde genutzt, wobei sich die „Black Angels“ als treffsicherer erwiesen. Zur Halbzeit lagen sie mit 52:29 vorne, was Wiedenmann aber nicht groß ärgerte. „Die Jungs hatten viele gute Versuche, die halt leider nicht reingingen. Sie halten sich aber an das, was ausgemacht war“, urteilte sie.

Nach der Pause änderte sich nicht viel. Die Black Angels trafen besser und ließen sich nicht mehr einholen. Am Ende wurde es beim 101:76 sogar noch dreistellig, wobei das Resultat zweitrangig war. „Wir hatten unseren Spaß“, war von den Spielern danach zu hören.

Das galt auch für den prominenten Hallensprecher, den sich die Weilheimer für das Jubiläumsspiel in die Jahnhalle holten. Thorsten Otto wusste auch in dem für ihn eigentlich ungewohnten Metier absolut zu überzeugen. „Für mich war es eine Premiere als Hallensprecher, ich bin da ein bisschen ins kalte Wasser gesprungen“, bekannte der Bayern 1-Moderator, der selbst früher bis zur Bayernliga aktiv war. Eine Fortsetzung in dieser Funktion in der kommenden Basketballsaison bei den Weilheimern wollte er nicht ausschließen.

Auch in der Pause und nach dem Spiel hatte er zu tun, denn im Rahmenprogramm zeigte nicht nur der Nachwuchs sein Können. Bei einem Dreierbewerb, zu dem jedes der beiden Teams zwei Spieler auswählte, wurde der beste Distanzschütze ermittelt. Die Krone sicherte sich Florian Spindler (BG Leitershofen). Zum wertvollsten Spieler der Partie wählten die knapp 100 Zuschauer Lokal­matador Alex Brem. „Er hatte viel Rückenwind von seinen Jugendspielern auf der Tribüne“, grinste danach Flo Willkomm vom TSV, der im Orgateam der Jubiläumsfeier mitwirkte.

In der waren am Nachmittag bereits Kinder und Erwachsene bei einem Mixed-Turnier im Einsatz. „Wir hatten da auf ein paar mehr Teilnehmer gehofft, aber leider hatten wir einige Kranke und Verletzte. Dafür konnte aber jeder viel spielen“, meinte Eva Klein, die Chefin der TSV-Basketballer, die bei dem Turnier jeweils 20 Kinder und Erwachsene begrüßen konnte.

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