Wegen Corona-Verdachtsfall:

Geschrumpftes Programm für Peißenberger Eishackler und EA Schongau

+
Torwart Korbinian Sertl und seine Eishackler waren gegen Miesbach wie erwartet schwer gefordert. Die Peißenberger machten ihre Sache gut, in Überzahl war der Favorit aber ein ums andere Mal zu abgezockt.

Schongau/Peißenberg – Nur einmal sind sowohl die Peißenberger Eishackler als auch die EA Schongau am vergangenen Wochenende im Einsatz gewesen. Der Grund war bei beiden derselbe: ein Corona-Verdachtsfall, für den mittlerweile aber Entwarnung vermeldet wurde. Nach der Peißenberger 4:6-Niederlage beim Titelanwärter TEV Miesbach fiel die Heimpartie gegen die River Rats Geretsried aus. Ebenfalls gegen Miesbach wären die Mammuts am Sonntag angetreten. Doch diese Chance, ihr Wochenende nach der 0:1-Niederlage gegen Erding noch zu retten, blieb der EAS verwehrt.

„Kompliment an beide Mannschaften, das war für diese noch junge Spielzeit, ein richtig sehenswertes Spiel“, fand Eishackler-Sprecher Andreas Schugg nach der Miesbach-Partie. Den Grund für die Niederlage musste er nicht groß analysieren – es reichte ein Blick auf die Statistik mit vier Powerplaytoren des amtierenden Meisters: „Wir waren zu oft in Unterzahl“. Miesbach sei eine Top-Mannschaft, doch habe sein Team bis zum Schluss Herz gezeigt und nicht aufgegeben, lobte Trainer Randy Neal. „Leider haben wir durch eine saudumme Strafe das 5:4 kassiert und konnten nichts mitnehmen.“

Miesbach forderte die Defensive der Eishackler und deren Torwart Korbinian Sertl von Beginn an. Unterstützung bekam der Goalie von Dominik Ebentheuer, der einmal auf der Linie rettete. Beim abgefälschten Schuss von Josef Frank, den Dusan Frosch (7.) im Powerplay in den Kasten lenkte, war Sertl dann jedoch machtlos. Bei zwei Mann mehr auf dem Eis glich Manuel Singer (14.) zwar aus, fast im Gegenzug traf aber Franz Mangold (15.) für den TEV.

Danach wurde es torreich. Erst kamen die Eishackler im Power­play durch Elias Maier (19.) zum 2:2, im Anschluss schlug Miesbachs Bohumil Slavicek bei einem Mann mehr zu. Ein weiterer gut herausgespielter Überzahltreffer nach der Pause durch Stephan Stiebinger(24.) brachte den Hausherren eine Zwei-Tore Führung.

Nach einer guten Scheiben­eroberung von Maxi Brauer war es Youngster Sinan Ondörtoglu (33.), der die Gäste wieder heranrücken ließ und früh im letzten Drittel durften die Eishackler erneut jubeln, als Florian Imminger (41.) sein Solo mit dem 4:4 abschloss. „Zu dem Zeitpunkt hätte die Partie zu unseren Gunsten kippen können“, meinte Schugg.

Eine weitere Strafe – jene von Neal monierte „saudumme“ – brachte die Peißenberger jedoch erneut ins Hintertreffen. Moritz Birkner hatte sich wegen Beinstellens und Reklamierens jeweils zwei Minuten abgeholt und Miesbachs Filip Kokoska (45.) schoss sein Team in Führung. Kurz danach hatten die Gäste bei einem Treffer ans Torgestänge auch noch (47.) Pech. Nachdem Neal Sertl für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, legte Kokoska ins leere Tor nach.

Am Freitag (20 Uhr) gastieren die Peißenberger jetzt bei Neals letztjährigem Team, dem ESC Dorfen. Zumindest laut Plan, denn wie schnell dieser kippen kann, zeigte sich am Sonntag. Aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls auf Seiten der Peißenberger fiel das Heimspiel gegen Geretsried aus. Vorsichtshalber wurde auch die Sonntagspartie der Miesbacher abgesagt – diese hätte den TEV nach Schongau geführt.

Nullnummer für EAS

So wurde das Wochenende zur Nullnummer für die Mammuts. Denn zuvor, am Freitag zuhause gegen Erding, konnten sie zwar in Vollbesetzung antreten, sogar Daniel Holzmann war erstmals wieder dabei. Doch die Gäste, die wegen Bauarbeiten im Stadion derzeit noch keine Heimspiele austragen können, erwischten den besseren Start und lagen in der vierten Minute bereits vorn. Torschütze war der Ex-Peitinger Marko Babic auf Zuspiel von Kapitän Philipp Michl. Dieser Treffer sollte der einzige in einer Partie bleiben, in der vor allem die Schlussmänner Daniel Blankenburg und Christoph Schedlbauer in den Vordergrund rückten.

Mit ihrem Rückhalt zwischen den Pfosten überstand die EAS einige Unterzahlsituationen unbeschadet – sogar eine zweiminütige mit zwei Mann weniger auf dem Eis. In der Offensive kam aber kein einziger erfolgreicher Abschluss zustande.

Zu allem Überfluss verloren die Mammuts in der Schlussminute dann auch noch Roman Tomanek, als dieser sich zu einem Revanchefoul hinreißen ließ und sich somit eine Spieldauerstrafe einhandelte.

Der erfahrene Slowake fehlt der EAS somit, wenn es am Freitag (20 Uhr) zum ESV Buchloe geht.hal/kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lukas Motloch und Shane Heffernan für den EC Peiting einsatzbereit
Weilheim-Schongau
Lukas Motloch und Shane Heffernan für den EC Peiting einsatzbereit
Lukas Motloch und Shane Heffernan für den EC Peiting einsatzbereit
Grandioser Europacup-Erfolg für Peitings Stocksportler
Weilheim-Schongau
Grandioser Europacup-Erfolg für Peitings Stocksportler
Grandioser Europacup-Erfolg für Peitings Stocksportler
EC Peiting vorübergehend mit drei Ausländern
Weilheim-Schongau
EC Peiting vorübergehend mit drei Ausländern
EC Peiting vorübergehend mit drei Ausländern

Kommentare