Rennsport in Huglfing boomt

Allied Racing Team mitten in der Saisonvorbereitung

Jan Kasperlik, in seiner Werkstatt. Im Hintergrund ein Rennsimulator.
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Jan Kasperlik in seiner Werkstatt. Im Hintergrund einer der inzwischen drei Rennsimulatoren.
  • Stephanie Novy
    VonStephanie Novy
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Huglfing – Eine richtige Winterpause gibt es beim Allied Racing Team aus Huglfing eigentlich nicht. In der kalten Jahreszeit ruht zwar der Rennbetrieb. Hinter den Kulissen sind Jan Kasperlik und seine Truppe aber fleißig am Werkeln, um für die kommende Rennsaison alles klar zu machen. 

„Wir haben eine ‚Junior Academy‘ für Nachwuchsrennfahrer aus dem Kartbereich gestartet, die sehr gut angenommen wurde“, berichtet Kasperlik. Acht junge Renntalente werden jetzt beim Allied-Team ausgebildet. „Ich hätte nie gedacht, dass das so einschlägt“, freut sich Kasperlik über die unerwartet große Resonanz.

Dem großen Interesse trug das Allied-Team Rechnung, indem ein weiterer Rennsimulator angeschafft wurde. „Jetzt haben wir drei Stück.“ Kasperlik investierte zusätzlich in ein richtiges Großgerät. Um die Fahrzeuge und die Ausrüstung an die Rennstrecken zu bringen, wurde einer der beiden LKW-Trailer durch einen neuen und besseren ersetzt. Schließlich hat das Allied-Team in der kommenden Saison einiges vor.

In der GT4 Europe und der GT4 ADAC Serie werden jeweils drei Fahrzeuge an den Start gehen. Beim Porsche Carrera Cup ist der Huglfinger Rennstall mit zwei Autos vertreten. Neu dazu kommt jeweils ein Fahrzeug bei der GT World Challenge Endurance und Sprint. „Wir haben so viele Anfragen für Fahrerplätze, da platzen wir schon fast aus allen Nähten“, haben sich Kasperlik und seine Truppe in der Rennszene inzwischen einen überaus guten Namen gemacht, der auch großes Interesse erzeugt. Der Teamchef selbst wird wie bereits angekündigt nicht mehr selbst in einem GT4-Auto unterwegs sein, sondern in die GT3-Serie aufsteigen.

In eine ganz andere Richtung geht dagegen ein weiteres Projekt, das die Huglfinger in diesem Jahr angehen werden. „Wir haben die sogenannte ‚Track Experience‘ gestartet, bei der wir Interessierten die Chance geben, auf einer Rennstrecke zu fahren.“ Die Idee sieht vor, dass das

Allied-Team das Fahrzeug und das Know-how für Freizeitrennfahrer zur Verfügung stellt. „Man kann sich bei uns die Fahrzeuge mieten und kann sich von mir oder einem unserer Fahrer wie Nic Schöll als Instruktoren alles erklären lassen“, erläutert Kasperlik den Plan. „Porsche macht so was auch, nur verlangen die ein Heidengeld, während wir das für den schmalen Geldbeutel anbieten“, ergänzt der Allied-Teamchef.

Von Roland Halmel

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