Deutliches Votum

Auch Fußballerkreis Zugspitz für Saisonfortsetzung im Herbst

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Die Zustimmung für eine Saisonfortsetzung lag im Kreis Zugspitz, dem auch der Landkreis Weilheim-Schongau angehört, bei 78,65 Prozent.

Landkreis – Am letzten Wochenende befragte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) seine Vereine, ob die Saison abgebrochen oder ob sie ab dem 1. September fortgesetzt werden soll. Das Votum: 68,13 Prozent sprachen sich dafür aus, zu Ende zu spielen – notfalls erst 2021. Die Zustimmung im Kreis Zugspitz, dem auch der Landkreis Weilheim-Schongau angehört, lag sogar bei 78,65 Prozent.

„Unser großes Dankeschön geht an alle Vereine in ganz Bayern, die in solch überragender Mehrheit mit ihrer Stimm­abgabe dazu beigetragen haben, dass dieses Meinungsbild auf einem ganz festen und breiten Fundament steht“, lobte BFV-Präsident Dr. Rainer Koch die hohe Beteiligung der Vereine von über 75 Prozent.

„Das ist für uns die fairste Lösung“, erklärte auch Peitings Fußball-Chef Uwe Enzmann, der zudem lobte: Der Verband sei sehr um Transparenz bemüht gewesen. „Für uns als Sportler ist es gut, eine Marke zu haben, auf die man hinarbeiten kann“, freut sich Peitings Coach Fabian Melzer, dass jetzt etwas mehr Klarheit herrscht. Eine Idee könnte man seiner Ansicht nach durch den geänderten Spielrhythmus zusätzlich aufnehmen: „Das Spieljahr dem Kalenderjahr anzupassen fände ich gar nicht schlecht, aber derzeit gibt es wichtigere Themen.“ „Abzubrechen wäre der Wahnsinn“, befand Markus Ansorge. Der Peitinger trainiert den VfL Denklingen.

Für einen Abbruch und einen Start im Herbst in eine neue Saison sprach sich dagegen Hubert Strobel, der Trainer des Kreisklassisten SpVgg Schwabbruck/Schwabsoien aus. „Mit Aufsteigern nach derzeitigem Stand, aber keinen Absteigern.“ Auch Robert Goldbrunner, Abteilungsleiter Fußball beim TSV Hohenpeißenberg, stimmte gegen die Saisonfortsetzung, nachdem das Thema im Verein kontrovers gesehen wurde. „Ich sehe es kritisch, auch wegen des Wetters im Herbst. Sollte es schlecht werden und Spiele abgesagt werden müssen, droht ein Terminchaos.“ Mit dem Vorgehen des Verbands sei er aber einverstanden. „Ich finde es sehr gut, keinen Schnellschuss, sondern erst mal weiter eine Pause zu machen.“

Ein Lob gab es von Kreisspielleiter Heinz Eckl. Die Verbandsspitze habe einen sehr guten Job gemacht. „Wenn man abgebrochen hätte, stehen Haftungsansprüche vor der Tür“, wäre es seiner Ansicht nach zu zahlreichen Rechtsstreitigkeiten gekommen, mit denen sich aktuell die österreichischen Fußballer konfrontiert sehen. Im Nachbarland wurde die Saison ohne Auf- und Absteiger beendet, wogegen einige Vereine klagen wollen.

hal

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