Fingerhakeln: Auerbergler holen sich erneut ersten Platz

Dominanz ungebrochen

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Hans-Jörg Reßler (rechts) aus Forst holte sich im Mittelgewicht den zweiten Platz bei der deutschen Meisterschaft.

Landkreis – Lange Zeit dominierten die Mannen vom Ammergau die Fingerhaklerszene. Seit zwei Jahren haben sie aber das Nachsehen gegen die Nachbarn vom Auerberg.

Auch bei den 58. deutschen Meisterschaften in Pflugdorf konnten sie die Dominanz der Hakler aus Bernbeuren nicht brechen. Die Ammergauer, die sich aus den Vereinen Forst/Peißenberg, Antdorf/Eberfing sowie den Gastgebern aus Pflugdorf zusammensetzen, mussten sich wie schon bei den fünf Meisterschaften (Alpenländische, bayerische und deutsche) zuvor dem Gau Auerberg, der 55 Punkte in der Mannschaftswertung sammelte, geschlagen geben. „Das wird wohl nichts mehr“, meinten Hubert Franz und Hans-Jörg Reßler aus Peißenberg/Forst schon vor den letzten beiden der insgesamt neun Klassen, angesichts des deutlichen Vorsprungs der Auerbergler, die gleich 37 Aktive auf die Bühne in Pflugdorf schickten.

Im Vergleich dazu waren die Ammergauer, die am Ende auf 46 Zähler kamen, mit ihren gut 20 Haklern zahlenmäßig unterlegen. Bei den Spitzenplätzen wussten sie aber durchaus mit der Konkurrenz mitzuhalten. Anton Bader (Halbschwergewicht) und Gerhard Sturm (Senioren 1) holten sich Klassensiege. Reßler (Mittelgewicht) der Chef vom Ammergau, Florian Ruhdorfer (Schwergewicht), Christian Holl (Jugend) und Wolfgang Arnold (Senioren 1) landeten jeweils auf Platz zwei. Johannes Helmberger (Mittelgewicht) wurde Dritter. Für die Teamwertung war es wichtig, möglichst viele Männer unter die ersten Sechs zu bekommen, denn dafür gab es jeweils Punkte (einen für Rang sechs und sechs für Rang eins) fürs Gesamtklassement. Dabei waren von den Auerberglern oft mehr Hakler vertreten.

Die Platzierungen wurden im Modus Doppel-K.O. entschieden, sprich nach der zweiten Niederlage war man raus. Die Duelle auf der Bühne vor rund 600 Zuschauern, die ihre favorisierten Hakler meist lautstark anfeuerten, dauerten zum Teil nur wenige Sekunden. In Ausnahmefällen gab es aber auch hart umkämpfte Vergleiche, die länger dauerten.

Wie ernst die Meisterschaften, bei denen ausschließlich bayerische Hakler am Start waren, zeigte ein Beispiel eines Leichtgewichtlers. Der legte am Vormittag noch eine Laufrunde ein und strampelte im Daunenanorak bei sommerlichen Temperaturen auf dem Rad, um Pfunde „abzukochen“ und das geforderte Gewicht von 70 Kilos zu erreichen.

Von Roland Halmel

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