Erfolgreicher Finnland-Trip

Basketball: Sybille Wiedenmann holt WM-Gold mit der Ü50 – Flo Willkomm wird Dritter mit Ü45 Auswahl

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Sybille Wiedenmann und Flo Willkomm.

Weilheim – Die Reise nach Finnland zu den Weltmeisterschaften für SpielerInnen ab 35 Jahren zahlte sich für Sybille Wiedenmann und Flo Willkomm aus.

Die beiden Weilheimer Basketballer kehrten jeweils mit einer Medallie von den FIMBA World Maxibasketball Championships in Espoo bei Helsinki zurück. Wiedenmann holte mit der deutschen Damen Ü50 Gold und Willkomm mit der Herren Ü45 Auswahl Bronze. Die Frauen um Wiedenmann bekamen es in der Vorrunde mit drei Teams aus Südamerika zu tun. „Wir haben hart mit ihnen gerungen, konnten uns aber letztlich aufgrund der Größenvorteile durchsetzen“, berichtete Wiedenmann nach den Siegen gegen Ecuador (67:26), Chile (98:35) und Kolumbien B (48:27). Im Viertelfinale ließen die deutschen Damen auch Kolumbien A mit 74:39 keine Chance. „Das Halbfinale war auch völlig ungefährdet,“ erklärte Wiedenmann nach dem 50:23 gegen Großbritannien. Im Finale traf die deutsche Frauenauswahl auf Estland. „Das war wie in den letzten Jahren ein heißer Fight und nach sechs Spielen in acht Tagen mussten wir alle Kräfte mobilisieren,“ sagte Wiedenmann. Letztlich hatte sie mit ihrem Team dank einer starken Abwehrleistung mit 46:42 (20:14) die Nase vorne. „Der Jubel war riesig“, freute sich Wiedenmann über ihren zweiten WM Titel. Den Ersten gewann sie 2013 mit der Ü45 in Thesssaloniki.

Auch die Herren Ü45 ließen in der Vorrunde im Gegensatz zur letzten WM in Italien, nichts anbrennen. Mit Kolumbien (97:36) und Spanien (114:46) hatten die Deutschen keine Probleme. „Das waren zwei echte Aufbaugegner“, urteilte Willkomm, der sich in der Spanienpartie schon im ersten Viertel einen Hexenschuss einfing. „Danach konnte ich nicht mehr so agieren wie ich mir das vorgestellt hatte, dennoch habe ich in den weiteren Spielen die Zähne zusammengebissen und versucht, das Team bestmöglich zu unterstützen“, berichtete Willkomm. Im Achtelfinale erwischten die Herren Ü45 mit Estland einen Gegner anderen Kalibers. „Vielleicht der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt, um ordentlich in Fahrt zu kommen“, meinte Willkomm nach dem hart erkämpften 62:57-Erfolg. Zu diesem seuterte er zehn Punkte bei. Im Viertelfinale trafen die Deutschen auf die Ukraine, die sie mit 73:67 besiegten, Willkomm gelangen sieben Punkte. Im Halbfinale gegen Serbien bekam Willkomm zunehmend Probleme mit dem Rücken. Er konzentrierte sich deshalb auf die Abwehrarbeit. „Bis zur 38. Minute schnupperten wir noch am Finale“, meinte der Weilheimer. Aus einem Unentschieden machten die Serben dann vor allem durch Dreier noch einen Sieg. Letztlich mussten sich die Deutschen dem späteren Weltmeister mit 64:72 geschlagen geben. Im Spiel um Platz drei ging es gegen Russland. Willkomm und seine Teamkollegen dominierten das Spiel. Im dritten Viertel führten sie mit 13 Zählern ehe die Russen zur Aufholjagd ansetzten. Drei Minuten vor dem Ende war der Vorsprung auf einen Punkt geschrumpft. Mit einem halben Dutzend verwandelter Freiwürfe machten die Deutschen dann den 85:81 (50:41) Erfolg und damit Bronze perfekt.

„Eine Medaille zu gewinnen ist einfach geil“, strahlte Willkomm, der sechs Punkte markierte. „In Finnland, einem phantastischen und weltoffenen Land gab es wieder viele tolle Eindrücke und ich bin sehr stolz dabei gewesen zu sein“, resümierte Willkomm. Auch Wiedenmanns Bilanz fiel überaus positiv aus. „Die WM mit 83 Damen- und 160 Herrenteams aus allen Kontinenten war wieder ein tolles Erlebnis und auch der Austragungsort Espoo in direkter Nachbarschaft zu Helsinki hat uns sehr überzeugt“.

Von Roland Halmel

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