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Weilheimer TSV-Korbjäger verlieren Kellerduell in Milbertshofen

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Die starken 29 Punkte von Alex Thumser konnten die Niederlage der Weilheimer in Milbertshofen nicht verhindern. © Roland Halmel

Weilheim - An Spannung nicht mehr zu überbieten ist der Abstiegskampf in der zweiten Regionalliga der Basketballer.

Drei Spieltage vor Saisonschluss liefern sich fünf punktgleiche Teams im Tabellenkeller ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den Abstieg. Mit dabei sind auch die Weilheimer, die bei den MIL Baskets Milbertshofen den Befreiungsschlag verpassten. Beim Schlusslicht kassierten die ersatzgeschwächten TSV-Basketballer eine bittere 80:85 (34:38)-Niederlage. „Das Spiel war Abstiegskampf pur“, bekannte TSV-Teamsprecher Flo Willkomm nach der umkämpften Partie, die die Gäste im zweiten Durchgang verloren.

Die Gäste erwischten zunächst einen Start nach Maß. Vor 100 Zuschauern, darunter 30 aus der Kreisstadt, lagen die TSV-Männer schnell mit 10:2 (3.) in Front. Den Vorsprung verteidigten sie in der Folge bis zum Viertelende. Im zweiten Durchgang leisteten sich die Weilheimer gegen die aggressive Deckung der Hausherren zahlreiche Ballverluste. Dadurch, aber auch wegen der fehlenden Entschlossenheit beim Abschluss, ging die Führung verloren. „Man merkte natürlich auch das Fehlen von Andy Thumser“, konstatierte Willkomm beim Vier-Punkte-Rückstand zur Halbzeit.

Die Kabinenansprache von Coach Darryl Millwood wegen der nachlassenden Abwehrarbeit zeigte dann Wirkung. Im dritten Spielabschnitt erkämpften sich die Weilheimer in einem offenen Schlagabtausch die Führung zurück. Sie fiel mit einem Punkt aber denkbar knapp aus.

Im Schlussviertel nahm die Dramatik immer mehr zu. Die Führung wechselte mehrfach und die Stimmung wurde immer hitziger. Zwei Minuten vor der Sirene kassierte Millwood für Beschwerden bei den Schiedsrichtern zwei technische Fouls, mit denen er den Platz verlassen musste. In der Schlussminute flogen Willkomm und Andreas Brem nach dem fünften Foul vom Feld. Milbertshofen versenkte indessen sechs Freiwürfe in Folge und machte damit den Heimerfolg perfekt.

Die Weilheimer stehen am heutigen Samstag um 19 Uhr beim Heimspiel gegen den TSV Nördlingen ordentlich unter Zugzwang. Der Tabellenvierte aus dem Donau-Ries, der das Hinspiel mit 79:72 gewann, kann dagegen ohne Druck in die Partie gehen.

Murnau

Nichts zu melden hatten die Basketballer des ESV Staffelsee im Heimspiel gegen den TS Jahn München. Gegen den Tabellenzweiten kam die Truppe von Coach Goran Culum mit 65:89 (31:55) unter die Räder.

Im ersten Viertel zeigten die ESV-Herren in der Offensive noch viel Zug zum Korb. In der Abwehr schafften sie es aber nicht die Kreise der Münchener entscheidend einzudämmen. Dadurch lagen die Hausherren nach zehn Minuten mit 19:33 hinten. Bis zur Pause bauten die Gäste ihren Vorsprung nur leicht aus.

Im dritten Viertel zeichnete sich dann schon ein Debakel für die Murnauer ab. Nach dem 42:78 (30.) schaltete Jahn aber im Schlussdurchgang einen Gang zurück, so dass den ESV-Männern, bei denen Sebastian Rapp mit zwanzig Punkten herausragte, eine dreistellige Schlappe erspart blieb. „Das war alles viel zu schnell für uns, wir waren geistig nicht da“, räumte Culum danach die Unterlegenheit seines Teams ein.

Eine ähnlich schwere Aufgabe wartet am heutigen Samstag ab 20 Uhr auf die Murnauer, wenn sie zum Spitzenreiter MTSV Schwabing II reisen.

Von Roland Halmel

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