Weilheim verliert gegen Wolnzach – ESV muss sich Landsberg beugen

Frischer Wind, aber keine Punkte

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Einfach mittendurch: Weilheims Andy Thumser beim Heimspiel gegen Wolnzach.

Weilheim - Der frische Wind nach dem Trainerwechsel war bei den Weilheimer Basketballern auf dem Platz zu spüren, aber leider nicht auf dem Punktekonto.

Im ersten Spiel unter der Regie von Benedikt Schiebilski mussten sich die Kreisstädter dem TSV Wolnzach mit 73:78 (46:40) geschlagen geben. „Die Jungs haben als Team gespielt und ein sehr gutes Spiel gemacht“, war Schiebilski, der unter der Woche die Nachfolge von Darryl Millwood antrat, von der Leistung der Mannschaft gegen den starken Tabellenvierten durchaus angetan. Auch die 120 Zuschauer in der Jahnhalle quittierten die Vorstellung der Hausherren mit viel Applaus. „Wir hatten das Umschaltspiel von Wolnzach weitgehend im Griff und auch die Abwehr stand gut“, lobte Schiebilski, der aber auch Kritikpunkte hatte. „In der zweiten Hälfte waren wir in der Offensive etwas zu statisch und wir haben den Ball nicht mehr so gut bewegt“, urteilte der neue TSV-Coach. Beide Teams lieferten sich zunächst eine ausgeglichene Anfangsphase. Mit einem Dreier-Dreierpack zum Viertelende setzte sich Wolnzach dann aber etwas ab.

Im zweiten Durchgang punkteten die Gäste weiterhin von außen. Beim 24:36 (15.) wendete sich jedoch das Blatt. Durch einen 22:4-Lauf setzten sich die Gastgeber bis zur Pause etwas ab. Den Schwung nahmen die Weilheimer dann aber nicht mit in die zweite Hälfte. Gegen die auf Zonenverteidigung umgestellte Gästedefensive gab es für die Kreisstädter kaum noch ein Durchkommen. Hinzu kam Pech im Abschluss, während die körperlich überaus robusten Wolnzacher ihre Chancen, vor allem bei Freiwürfen, sicher verwerteten. Bei den Weilheimern zitterten dagegen bei den Freiwurfgelegenheiten die Hände. In Summe brachte dies den Hausherren beim 55:66 (32.) zu Beginn des Schlussdurchgangs einen deutlichen Rückstand. Die Weilheimer gaben sich aber nicht geschlagen. Sie kämpften sich nochmal auf zwei Punkte heran. Die cleveren Wolnzacher ließen sich den Sieg aber nicht mehr nehmen. „Mit der gleichen Leistung wie heute bin ich für das nächste Spiel sehr zuversichtlich“, schloss Schiebilski mit Blick auf das Kellerduell am heutigen Samstag um 19.30 Uhr beim Schlusslicht, den Green Devils Schrobenhausen.

Einen Arbeitssieg fuhr dagegen die zweite Garnitur der Weilheimer Basketballer im Heimspiel gegen den TSV Peiting ein. Gegen das abgeschlagene Schlusslicht musste sich der Bezirksklassen-Primus aber mächtig strecken, um mit einem 65:52 (35:26) Erfolg vom Platz zu gehen. „Das Spiel war nicht wirklich schön. Das Beste daran waren die zwei Punkte“, bekannte danach Spielertrainer Martin Fernholz.

Murnau

Im Hinspiel bot der ESV Staffelsee dem HSB Landsberg noch gut Parolie. Beim zweiten Vergleich gegen den Absteiger aus der 2. Regionalliga war für die Murnauer aber nichts zu holen. Gegen den stark besetzten Tabellenzweiten unterlag die Mannschaft von Trainer Goran Culum mit 74:86 (35:31). „Die Niederlage war verdient, mit unseren Defense konnten wir die Gäste nicht stoppen“, bekannte ESV-Teamsprecher Stephan Adelberger.

Die Landsberger erwischten zunächst den deutlich besseren Start. Ehe sich die Hausherren versahen, lagen sie mit 0:12 hinten. Erst danach wachte der ESV auf. Bis zum Viertelende gestalteten sie die Partie ausgeglichen. Im zweiten Durchgang wurden die Murnauer immer stärker. Die Abwehr stand stabiler und ließ die Gäste nicht mehr so leicht zum Abschluss kommen. In der Offensive trafen die Gastgeber, allen voran Jonas Dotzer, der im ganzen Spiel fünf Dreier sammelte, fast nach Belieben. Dadurch zog der ESV bis zum Seitenwechsel an den Lechstädtern vorbei. Nach der Halbzeit bauten die Hausherren ihre Führung sogar auf zehn Punkte aus. Die Freude darüber währte aber nur kurz, da die Gäste durch Sharif Hudson (Gesamt 24 Zähler) zurückschlugen. Bis zum Viertelende lagen die Murnauer so wieder mit 55:63 im Hintertreffen.

Im Schlussdurchgang zeigten sich die ESV-Herren bemüht die Partie zu drehen. Die abgeklärten Landsberger ließen sich den Sieg aber nicht mehr nehmen. Am heutigen Samstag um 19 Uhr gastieren die Eisenbahner beim Tabellennachbarn TV Memmingen, den sie im Hinspiel mit 74:66 besiegten.

Von Roland Halmel

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