Weilheim besiegt Bad Aibling – Murnau gegen TV Augsburg chancenlos

Jahnhalle bleibt Festung

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Groß war der Jubel bei den Weilheimer Basketballern nach dem überraschenden Pokalerfolg gegen Bad Aibling.

Weilheim - Die Jahnhalle bleibt eine Festung. Das zeigte sich auch im Pokal. Die Weilheimer Basketballer setzten sich dabei überraschend mit 100:89 (55:33) gegen den favorisierten TuS Bad Aibling aus der zweiten Regionalliga durch.

„An dieses Spiel werden wir uns lange zurückerinnern“, strahlte TSV-Teamsprecher Flo Willkomm nach dem historischen Erfolg. „Wir haben gut verteidigt und vorne konsequent getroffen“, nannte Willkomm die entscheidenden Faktoren dafür.

Herausragend in der Offensive bei den Weilheimern waren die Thumser-Brüder, Alex und Andy, die zusammen 55 Punkte sammelten. Aber auch die anderen Weilheimer nutzten ihre Chancen, so dass die Hausherren nach nur fünf Minuten mit 22:4 in Front lagen. Den Vorsprung verteidigten die TSV-Korbjäger in der Folge bis zum 43:27 (15.). Danach stellte Coach Darryl Millwood auf eine Ganzfeldpresse um. „Das brachte die Gäste völlig aus dem Konzept“, staunte Willkomm. Die Weilheimer setzten sich so kurz vor der Pause mit sagenhaften 28 Punkten ab. Zwei Dreier von TuS-Topscorer Miodrag Mirceta brachte Bad Aibling dann wieder etwas heran.

In der zweiten Hälfte blieb Mirceta, der am Ende auf 33 Punkte und 9 Dreier kam, der Aktivposten bei den Gästen, die so bis auf elf Zähler aufschlossen. Die Gastgeber ließen sich davon aber nicht verunsichern. Sie konzentrierten sich in der Folge wieder auf ihre Stärken und bauten so den Vorsprung erneut aus. Beim 100:79 (36.) war die Entscheidung gefallen. Danach schlichen sich bei den TSV-Männern einige Nachlässigkeiten ein, die Millwood mächtig wurmten. „Das hinterließ ein bisschen ein schlechtes Bild, aber letztlich überwog die Freude über den grandiosen Sieg“, bilanzierte Willkomm, der sich mit seinen Teamkollegen jetzt auf den Vergleich am heutigen Samstag um 19 Uhr in der Jahnhalle zuhause gegen den Lokalrivalen ESV Staffelsee freut.

Murnau

Eine ordentliche Bauchlandung legten die Basketballer des ESV Staffelsees in der dritten Pokalrunde hin. Im Heimspiel gegen den TV Augsburg kamen die Schützlinge von Coach Dominik Moroder mit 53:82 (22:39) unter die Räder. „Wir sind zu keinem vernünftigen Abschluss gekommen“, meinte Moroder nach der Pleite gegen den Zweiten der Bayernliga Mitte. Die durchwachsene Vorstellung in der Pokalpartie machte auch alles andere als optimale Trainingssituation in dieser Saison deutlich. In den Übungseinheiten steht Moroder kaum einmal das komplette Team zur Verfügung.

Schon in der ersten Hälfte zeigten sich gegen die Schwaben große Probleme. Nach vorne klappte bei den Murnauern nur wenig. Die Bilanz von 22 Punkten beim Seitenwechsel fiel entsprechend bescheiden aus. Lediglich Daniel Angerer, der am Ende auf 21 Zähler kam, erwies sich als korbhungrig. In der Abwehr bekamen die Hausherren die Augsburger auch nicht in den Griff. Dadurch setzten sich die Gäste bereits frühzeitig ab.

In der zweiten Hälfte rannten die Murnauer dem TVA weiter vergeblich hinterher, so dass letztlich keine Spannung mehr aufkam. „Augsburg war einfach besser als wir“, räumte Moroder hinterher ein. Am heutigen Samstag um 19 Uhr beim Derby in Weilheim hoffen die ESV-Herren auf eine deutlich bessere Leistung, um die Hinspielniederlage wett machen zu können.

Von Roland Halmel

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