Weilheimer entscheiden Partie für sich – Murnauer verlieren bei Spitzenreiter

Nervenstark bei Freiwürfen

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In seinem letzten Spiel für die Weilheimer konnte Henning Ballhausen noch einmal einige Akzente setzen, wie diesen Korberfolg.

Weilheim/Murnau - Nichts für schwache Nerven war das letzte Spiel des Jahres der Weilheimer Basketballer.

Weilheim

In einer hoch dramatischen Partie setzten sich die Mannen von Coach Darryl Millwood gegen den TSV Unterhaching mit 82:80 (44:38) durch. Die entscheidenden zwei Punkte markierte Andreas Brem, der 14 Sekunden vor der Sirene seine zwei Freiwürfe nervenstark versenkte. „Über 82 Punkte in der Offensive kann man nicht meckern, wenn man 80 bekommt schon“, analysierte Millwood recht nüchtern den Krimi mit Happy-End. „In der Defensive haben wir zu viele Leichtsinnsfehler gemacht“, kritisierte Millwood. Gleichzeitig lobte er den Kampf- und Teamgeist. „Die Mannschaft hat alles gegeben“. Wobei ihnen die Unterhachinger, die mit fünf Mann aus der ersten Garnitur plus vier Nachwuchsspielern angereist waren, das Leben sehr schwer machten.

Bereits im ersten Durchgang wogte die Partie mit wechselnden Führungen hin und her. Beide Teams trafen vor allem aus der Distanz. Fünf Dreier der Weilheimer konnten einen 20:24-Rückstand nach zehn Minuten jedoch nicht verhindern. Im zweiten Viertel liefen die Hausherren weiter den Hachingern hinterher. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte schafften sie es, mit einer 8:0 Serie an den Gästen vorbei zu ziehen. Nach der Pause lief es für die Millwood Truppe etwas besser, weil die Abwehr stabiler stand und der Abschluss passte. Dadurch erarbeiteten sich die Weilheimer beim 59:47 (26.) erstmals eine komfortable Führung, die sie auch fast bis zum Viertelende verteidigten. Im letzten Viertel ging der Schwung bei den Hausherren aber wieder etwas verloren. Die Gäste nutzten ihre Möglichkeiten konsequenter, so dass sie sogar wieder in Führung gingen. In der nervenaufreibenden Schlussphase wogte die Partie hin und her. Bei Gleichstand versenkte schließlich Andy Brem kurz vor der Sirene seine Freiwürfe und diesen Mini-Vorsprung brachten die Weilheimer, die als Zweiter ins neue Jahr gehen, dann auch ins Ziel.

Murnau

Die Überraschung beim Tabellenführer blieb aus. Beim MTSV Schwabing 2 verabschiedeten sich die Basketballer des ESV Staffelsee mit einer 71:87 (38:51)-Niederlage in die Weihnachtspause. „Gegen so einen Gegner kann man verlieren“, nahm ESV-Trainer Dominik Moroder das Resultat relativ gelassen hin. Sein ersatzgewächtes Team geriet im ersten Viertel gleich deutlich in Rückstand, weil sie den Schwabinger Top-

scorer Strahinja Stankovic, der gleich einmal zwanzig Punkte sammelte, nicht in den Griff bekamen.

Erst nach einer Umstellung bekamen ihn die Gäste besser unter Kontrolle. Dadurch gestalteten sie das zweite Viertel ausgeglichen. Auch nach der Pause hielten die Murnauer, bei denen Stephan Adelberger mit 23 Punkten herausragte, mit der aggressiv zu Werke gehenden MTSV-Reserve gut mit. Näher als 55:66 (30.) kamen sie aber nicht mehr heran.

Im Schlussdurchgang brachten die Hausherren ihre Führung aufgrund ihrer individuellen Stärke über die Zeit. „Wir sind auf dem aufsteigenden Ast und werden uns im neuen Jahr besser präsentieren“, sieht Moroder sein Team, das aktuell Platz sieben belegt, aber auf dem richtigen Weg.

Von Roland Halmel

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