Grundgerüst steht

Bisheriger Kader der Peißenberg Miners in neuer Saison großteils wieder dabei

Archivfoto: Marco Mooslechner auf dem Eis.
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Mit Marco Mooslechner verlässt einer der dienstältesten Peißenberger die Mannschaft.

Peißenberg – Nicht lange fackeln. Das war die Devise der neuen sportlichen Leitung der Peißenberger Eishockeyabteilung, die ab sofort als Miners firmieren, bei der Kaderzusammenstellung für die kommende Bayernliga-Saison. 

„Wir wollten auf die Tube drücken“, berichtet der neue Coach Christian Kratzmeier. Zusammen mit seinem Co-Trainer Sepp Staltmayr und dem sportlichen Leiter Daniel Lenz begann er unmittelbar nach der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels auf der Trainerposition mit den Gesprächen. „Wir haben innerhalb weniger Tage mit allen Spielern Termine ausgemacht und auch keinerlei Absagen bekommen“, freut sich Kratzmeier über die positive Resonanz. „Die Jungs haben aktuell auch viel Zeit“, ergänzt der neue Miners-Coach mit Blick auf die Corona-Einschränkungen.

Die Verhandlungen verliefen aus Sicht der Peißenberger durchaus erfreulich. „Wir haben unser Grundgerüst, auf dem wir aufbauen können, zusammen“, erklärt Kratzmeier, nachdem der Kader bereits vierzehn Spieler umfasst. „In der Abwehr sind wir gut aufgestellt, wobei da vielleicht noch was kommt“, meint Kratzmeier zur Verteidigung, in der weiterhin Dominík Ebentheuer, Maximilian Malzatzki, Manuel Singer, Martin Lidl, Maximilian Brauer und Andreas Kreutterer die gegnerischen Angreifer vom Tor fern halten wollen. Dazu gesellt sich erneut Lukas Bucher, der nach einem kurzen Gastspiel bei der EA Schongau in der vergangenen Saison wieder an die Ammer zurückkehrte. „Er hat sich bei uns angeboten und es freut mich, dass er wieder da ist. Aber er muss sich gegen unsere Nachwuchsspieler, die nachrücken auch erst einen Platz erkämpfen“, sagt Kratzmeier zur Rückkehr des 21-jährigen Verteidigers.

Die angesprochenen Talente, die als „Overage-Spieler“ auch noch in der U20 antreten können, sind Nikolai Petz und Christoph Peter. Die kennt Kratzmeier gut aus seiner Zeit als Nachwuchscoach. „Physisch haben sie es sicher drauf mitzuhalten, aber spielerisch könnte es schwer werden. Sie haben durch den Saisonabbruch fast ein Jahr Entwicklungszeit verloren.“ Kratzmeier will seinen jungen Cracks dennoch eine Chancen geben.

Gleiches gilt für die Nachwuchsstürmer Timmy Vogl, Lukas Morawski und Markus Wohlgemuth, die ebenfalls behutsam aufgebaut werden sollen. „Für einen Verein wie Peißenberg ist es unbezahlbar, wenn aus dem Nachwuchs fünf Spieler kommen, wobei die Senioren-Bayernliga natürlich schon etwas anderes ist als die U20-Bayernliga“, erklärt Kratzmeier.

Die Hauptlast in der Offensive werden die arrivierten Kräfte wie Martin Andrä, Valentin Hörndl, Tobias Estermaier, Moritz Birkner, Steven Wagner und Markus Andrä stemmen, die allesamt für die kommende Saison zusagten. Dazu kommen Max Willberger und Simon Sendl, die im letzten Jahr erstmals Bayernliga-Luft schnupperten.

Nicht mehr unter dem neuen Namen Miners spielen werden dagegen Marco Loth, der berufsbedingt den Verein verlässt, sowie Julian Kraus, dessen Engagement nicht verlängert wurde. Zudem verabschiedet sich Marco Mooslechner von seinem Heimatverein. „Auf Marco war immer Verlass, er war ein echter Dauerbrenner mit professioneller Einstellung und er gab in jeder Eiszeit mindestens 100 Prozent“, bedankt sich Miners-Sprecher Andreas Schugg bei Mooslechner, der in neun Jahren in der ersten Garnitur 277 Spiele bestritt, wobei er 12 Tore und 37 Assists erzielte.

Im Kasten bleibt bei der Nummer eins alles beim Alten. Korbinian Sertl wird weiterhin das Tor hüten. Als weiterer Goalie rückt Nachwuchsmann Thomas Zimmermann, der auch in der U20 fangen wird, in die erste Mannschaft. Ob auch Torhüter Jonathan Kornreder den Peißenbergern erhalten bleibt, ist noch offen. Der 21-Jährige muss erst noch ein paar Fragen zu seinem Studium klären. Ebenfalls noch nicht sicher ist das Engagement von Florian Imminger. Bei dem Stürmer steht eine berufliche Veränderung ins Haus, die es gilt mit dem Eishockey in Einklang zu bringen.

„In der Offensive müssen wir noch etwas tun.“ Für Kratzmeier und die sportliche Leitung der Miners steht in den nächsten Wochen vor allem die Verstärkung der Angriffsreihen auf dem Programm. „Wir setzen dabei auf Spieler aus der Region. Nur, wenn das nicht gelingen sollte, dann sind da auch Ausländer eine Option.“

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