Ruf nach Perspektiven

Per Stufenplan zurück zum Sport

BLSV Stufenplan Vereinssport
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Welche Aussichten hat der Vereinssport? Diese Frage treibt auch die Verbände um.

Landkreis – Der Corona-Stillstand für den Amateur- und Breitensport wird bis mindestens 7. März verlängert. Das ist das Ergebnis der Beratungen von Bund und Ländern. Die Appelle der Sportministerkonferenz im Vorfeld, in der schrittweise Lockerungen gefordert wurden, verhallten weitgehend ungehört. 

Millionen von Amateur- und Breitensportlern müssen weiter auf ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb verzichten. Das sorgte auch beim Bayerischen Landessportverband (BLSV) für Verstimmung. „Wir brauchen jetzt eine Öffnungsperspektive, ab wann der Vereinssport wieder ausgeübt werden kann“, forderte Präsident Jörg Ammon. „Für die Gesundheit unserer Bevölkerung ist es höchste Zeit, dass wieder Sport im Verein stattfinden kann.“ Um dies zu ermöglichen, hat der Verband gemeinsam mit der Technischen Universität München einen Stufenplan erarbeitet – abhängig vom Infektionsgeschehen.

Dieser sieht vor, dass bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 Trainingsbetrieb erlaubt werden soll, in allen Sportarten innen wie außen in festen Gruppen mit maximal zehn Personen bei größtmöglicher Vermeidung von Körperkontakt. Außerdem sollen Sportveranstaltungen ohne Zuschauer im Freien und in Hallen zugelassen werden. Auch erlaubt werden soll die Nutzung der Hallen sowie von Schwimmbädern. Sollte die Inzidenz weiter sinken, sollen zusätzliche Lockerungen folgen, wenn die Hygienekonzepte beachtet werden. „Schon letztes Jahr hat der organisierte Sport bewiesen, dass seine Hygienekonzepte befolgt werden. Disziplin gehört zum Sport dazu“, ergänzte Ammon.

Darüber hinaus befürchtet der BLSV, dass bei einem längeren Sportverbot die eh schon zunehmend größer werdenden finanziellen Einbußen der Vereine diese vor erhebliche finanzielle Probleme stellen. Der Verband hat sein Online-Portal zur Meldung der finanziellen Auswirkungen erneut freigeschaltet. „Unsere Vereine und Sportfachverbände sind, wie wir anhand unseres Meldeportals ermitteln, auch heuer wieder dringend auf finanzielle Unterstützungen angewiesen. Auch dafür setzen wir uns wieder beim Freistaat ein“, bestätigte Ammon. Für etwas Linderung könnte die im Vorjahr von 20 auf 40 Millionen Euro erhöhte Vereinspauschale sorgen.

Roland Halmel

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